Eine teilweise Sonnenfinsternis – und das zum Höhepunkt der alljährlichen Perseiden-Sternschnuppen: Die Nacht auf den 13. August wird magisch. Wo der dunkelste Ort der Steiermark ist und welche Tipps eine Sonnenphysikerin hat.
Ein Blick nach oben lohnt sich an diesem Abend gleich doppelt: Sowohl eine partielle Sonnenfinsternis als auch der Höhepunkt der Perseiden-Sternschnuppen sind in der Nacht vom 12. auf den 13. August zu sehen.
Am Abend des 12. August, um genau zu sein zwischen 19.24 und 20.14, kommt es zur partiellen Sonnenfinsternis über Graz – das gilt de facto für die ganze Steiermark, die zeitlichen Abweichungen sind minimal. „Dabei steht der Mond genau zwischen Sonne und Erde, und der Mondschatten fällt auf die Erdoberfläche und verdeckt so Teile der Sonne. Jene Orte, die im Mondschatten liegen, beobachten eine Sonnenfinsternis – im Kernschatten eine totale Sonnenfinsternis und im Halbschatten eine partielle Sonnenfinsternis“, erklärt Astrid Veronig, Leiterin des Fachbereichs für Sonnenphysik an der Universität Graz.
Blickrichtung Westen – aber nur mit Sonnenfinsternis-Brille
Um keine Augenschäden zu verursachen, gibt Veronig folgenden Rat: „Nicht mit bloßem Auge in die Sonne schauen – am besten schützt man seine Augen mit Sonnenfinsternis-Brillen.“ Wichtig sei laut der Wissenschafterin, den Blick Richtung Sonnenuntergang, also Westen, zu richten und sich dabei auf einem möglichst erhöhten Punkt zu befinden. Übrigens: Eine totale Sonnenfinsternis kann man laut der Sonnenphysikerin an diesem Tag nur in Teilen Spaniens, Portugals, Islands und Grönlands beobachten.
Ein Faktor, den man selbst nicht beeinflussen kann, ist das Wetter: „In dieser Nacht haben wir perfekte Bedingungen – wolkenfreier Himmel, trockene Luftmassen, vom Wetter her könne es nicht besser aussehen über Graz“, freut sich Christian Pehsl von der Geosphere Austria. Wer sich das Ereignis unter professioneller Begleitung ansehen möchte, kann am 12. August um 19.15 Uhr gemeinsam mit Veronig und ihrem Team am Grazer Schloßberg – entlang der Mauer westlich der großen Zisterne – die Sonnenfinsternis beobachten.
In Johnsbach ist es am dunkelsten
Alle Astronomie-Liebhaber, denen die partielle Sonnenfinsternis nicht ausreicht, können in derselben Nacht ein weiteres Ereignis beobachten: den Höhepunkt der Perseiden-Sternschnuppen. „Für Sternschnuppen ist ein freier Himmel ohne Lichtverschmutzung wichtig. Im Zentrum von Graz wird es da schwer, aber am Stadtrand von Graz, zum Beispiel Richtung Schöckl, kann man das Spektakel besser sehen“, erklärt Pehsl. Für perfekte Bedingungen muss man jedoch gern in die Berge: Der dunkelste Ort der Steiermark ist nämlich das Bergsteigerdorf Johnsbach im Nationalpark Gesäuse.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.