Wilde Szenen vor einem Wiener Nachtlokal: Ein 19-Jähriger zückte plötzlich ein grünes Springmesser, attackierte eine Gruppe von fremden jungen Männern. Aus Notwehr, meint er. Videoaufnahmen machen dem angeklagten Syrer im Landesgericht aber einen Strich durch die Rechnung.
„Wir haben hier eine Situation, die nicht gewöhnlich ist: Ein junger Mann geht am Abend aus und sticht einfach so drei Opfer nieder“, fasst es der Verteidiger (Kanzlei Reichenbach) im Wiener Landl zusammen. Und das Motiv für die brutale Attacke auf eine Gruppe junger Männer bleibt auch nach dem Prozess ein Rätsel.
Syrer spricht von Notwehr
Fakt ist: Vor einem Nachtlokal in Wien-Leopoldstadt kam es am 31. Mai zu einer Auseinandersetzung. „Sie haben mich geschlagen und ich bin zu Boden gegangen. Ich hab’ mich erinnert, dass ich ein Messer dabei hab’“, behauptet der angeklagte Syrer. Videoaufnahmen eines Geschäftslokals zeigen jedoch, wie der 19-Jährige auf die Männergruppe zuläuft – und ein grünes Springermesser zückte.
Warum er beim Fortgehen überhaupt ein Messer dabeihat, will der Richter wissen: „Das hab’ ich nur wegen der Arbeit mit“, meint der Mechaniker-Lehrling. Der Angriff fand jedoch in den frühen Morgenstunden eines Sonntags statt ...
Schwer verletzt wurde zum Glück niemand. Und auch der Syrer kommt vor Gericht sehr glimpflich davon: Der 19-Jährige wird wegen vierfacher versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung zu 18 Monaten teilbedingt verurteilt – sechs davon muss er tatsächlich hinter Gitter. Nicht rechtskräftig.
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