Diese Animationsserie ist nichts für Kinderohren: Der Kult-Komiker Ricky Gervais schuf die bitterbösen „Alley Cats“ für Netflix. Lesen Sie hier die „Krone“-Serienkritik zum Start.
Ricky Gervais ist einer der erfolgreichsten Comedians der Welt. Der Brite wurde durch die Serie „The Office“ bekannt und spielte zuletzt 2025 in Wien in der ausverkauften Stadthalle. Jetzt leiht er seinen Schmäh einem Rudel verlauster Straßenkatzen mit ganz ganz schlechten Manieren. Die neue Animationsserie „Alley Cats“, die ab sofort auf Netflix verfügbar ist, hat er nicht nur erschaffen und produziert, er spricht auch den Anführer der vierbeinigen Rasselbande, Gus.
Es war ein Herzensprojekt: „Ich bin schon mein ganzes Leben lang besessen von Katzen. Sie sind cool, lustig, verschmust und aggressiv – oft alles binnen einer Minute. Ich will, dass jeder Katzen so liebt wie ich. Deshalb habe ich diese Show gemacht.“ Aufgezogen hat Gervais die sechs nur 15-minütigen Folgen wie eine klassische Sitcom. Aber eine sehr vulgäre. Die Streuner sind asozial, aggressiv und beleidigen sich gegenseitig am laufenden Band. Bitte nicht den Fehler machen, diese Serie Kindern zu zeigen, denn Gervais Katzen sind wandelnde Schimpfwort-Kanonen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, alle Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten.
Zu Beginn unterhält „Alley Cats“ mit dem überraschenden Kontrast zwischen süßer Animation und derben Dialogen noch ganz gut, doch das nutzt sich rasch ab. Freilich, Gervais versucht über seine Figuren auch Gesellschaftskritik anzubringen, doch das geht in dem Katzenchaos unter. Gefallen daran werden wohl nur Fans des tiefschwarzen Humors finden, doch das wird Gervais nur Recht sein. Der aber dennoch schon vorab um Vergebung bittet: „Bitte fühlt euch nicht gekränkt davon, was diese Katzen tun oder sagen. Sie können nicht anders.“
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