09.02.2006 15:03 |

Hund nahm sie

Verstümmelte Leiche: Hand aufgetaucht

Im Fall der verstümmelten Frauenleiche von Sarmingstein ist die rechte Hand des Mordopfers aufgetaucht. Der Hund der Verdächtigen dürfte die Extremität verschleppt haben, als die Verdächtige die Leiche zerteilte, werden Ermittler zitiert. Die Sicherheitsdirektion und die Staatsanwaltschaft wollten die Berichte nicht bestätigen.
Die verhaftete Mutter (42) liegt in der Linzer Nervenklinik, der leidgeprüfte Vater (45) lässt nun seine grausam verstümmelte Tochter Sandra (21) feuerbestatten: Der Toten fehlen der Kopf und eine Hand - die zweite wurde von einem Spürhund in Tatortnähe gefunden.

Sandra erwürgt oder erdrosselt
Das Mädchen war nach einem Besuch bei seinem geschiedenen Vater offenbar erwürgt oder erdrosselt worden. Eine Woche später wurde die Leiche nach Krumau am Kamp (NÖ) gekarrt, wo die Mutter das Wochenendhaus ihrer Dienstgeber putzte: In einem Wald dahinter wurde die Tote geköpft, verstümmelt und verbrannt, ehe schließlich die Überreste und Tatwerkzeuge 100 Kilometer entfernt bei Sarmingstein in die Donau geworfen wurden.

Ohne rechte Hand: Diese lag nun achtzig Meter abseits aller Blut-, Brand-, Schuh- und Schleifspuren beim Tatort Krumau. Dafür haben die Kriminalisten nur Erklärungen, von denen eine schauriger als die andere ist: „Die Verdächtige kann die Hand weder am Brandplatz vergessen, noch auf dem Rückweg zum Auto verloren haben“, vermutet ein Ermittler, dass der Hund der Frau das Fleisch verschleppt haben könnte.

Der Kopf und die linke Hand dürften noch im Wasser liegen, von der rechten fehlen noch ein paar Knochen. Sandras Leiche wurde nun von der Linzer Staatsanwaltschaft freigeben. Der Vater in Retz (NÖ) kümmert sich um die Feuerbestattung. Die Linzer Großeltern sollen vom Teneriffa-Urlaub zurückkommen.

Die Leiche der 21-jährigen Niederösterreicherin ist am 16. Jänner von Straßenarbeitern bei Sarmingstein in der Donau treibend gefunden worden. Kopf und Hände fehlten, die Tote wies Brandspuren auf. Zahlreiche Indizien belasten die Mutter des Opfers.

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