Desloater Übergang

Gailsteg: Bürger wollen Pioniere als Brückenbauer

Kärnten
05.08.2026 09:00

Im Ringen um eine Sanierung oder einen Neubau der Gailbrücke in Unterschütt lässt ein neuer Vorschlag aufhorchen: Anrainer fordern die Unterstützung des Bundesheeres.

Die Sperre des Gailsteges in Unterschütt erhitzt weiterhin die Gemüter: Bereits seit Jahren ist bekannt, dass der Übergang neu errichtet werden muss. Ein Neubau würde jedoch viel Geld kosten, das in Zeiten von knappen Gemeinde- und Landesbudgets nicht locker sitzt.

Die Stadt Villach hat ihre finanzielle Beteiligung bereits zugesagt. Bis eine Lösung gefunden und ein Neubau umgesetzt ist, kann es aber noch dauern. Eine für die Bewohner von Unterschütt, Erlendorf und Neuhaus an der Gail unbefriedigende Situation. Denn schon jetzt leiden die Bürger unter der Sperre des Gailsteges – für tägliche Wege müssen Umwege in Kauf genommen werden und die Erreichbarkeit des Bahnhofes Neuhaus werde erschwert.

Ein Anrainer lässt mit einem Sammelbrief an die zuständigen Bürgermeister der Stadt Villach und der Gemeinde Arnoldstein sowie an Bundesministerin Claudia Tanner nun aufhorchen. Darin fordert er die Errichtung einer Behelfsbrücke durch die Pioniere. Diese hätten bereits in der Vergangenheit einen Übergang zwischen Federaun und Fürnitz errichtet.

Ein Wunsch, der in der Realität nicht leicht umzusetzen ist. „Die Pioniere kommen im Katastrophenfall zum Einsatz. Herrscht keine Gefahr, so muss die Errichtung in den Ausbildungsplan passen, die Kosten vollumfänglich übernommen werden und kein anderes Unternehmen eine Brücke errichten können“, so Presseoffizier Christoph Hofmeister.

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