Seit Jahren steht ein Projekt ganz oben auf der Wunschliste der Bahnpendler im niederösterreichischen Zentralraum – der Ausbau der Strecke zwischen St. Pölten und Herzogenburg. Jetzt gibt es einen Silberstreif am (Zeit-)Horizont: Gemeinsam mit den beiden Städten und dem Land wird das Vorhaben in Angriff genommen.
Hunderte Pendler bekommen es tagtäglich zu spüren: Die Strecke der Tullnerfelder Bahn zwischen St. Pölten und Herzogenburg ist mittlerweile längst an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Die Rufe nach einem notwendigen Ausbau sind aber ungehört verhallt. Bisher – denn jetzt soll tatsächlich der Startschuss für dieses Projekt fallen.
Zweites Gleis und Elektrifizierung
Die Planungen beginnen. Vorgesehen ist die Errichtung eines zweiten Gleises samt Elektrifizierung. Zudem werden die Bahnhöfe und Stationen Unterradlberg, Viehofen und St. Pölten-Traienpark attraktiviert und barrierefrei gestaltet. Zwei Eisenbahnkreuzungen in Unter- und Oberradlberg werden aufgelassen und durch eine Unterführung in der Weichselbaumstraße ersetzt.
Das ist ein gutes Signal für Pendler im Zentralraum. Der Ausbau zwischen St.Pölten und Herzogenburg wird seit vielen Jahren gefordert und nimmt jetzt Fahrt auf.

Udo Landbauer (FPÖ), Verkehrslandesrat
Bild: NLK Khittl
Tempo- und Kapazitätssteigerung
Für Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) zählt der zweigleisige Ausbau dieser Verbindung zu den „wichtigsten Projekten für den Nahverkehr im Zentralraum“. Damit werde die notwendige Kapazitätssteigerung auf der Regionalverkehrslinie von St. Pölten über Herzogenburg nach Krems und Horn geschaffen. Vor allem werden die Züge auf der Strecke nach dem Ausbau schneller unterwegs sein. Statt 120 km/h sind dann 160 km/h möglich. Landbauer: „Das bringt kürzere Fahrzeiten für die Pendler.“
Jahrelange Arbeiten
Freilich, bis die Fahrgäste in den Genuss all dieser Verbesserungen kommen, wird des noch ein wenig dauern. Nach den umfangreichen Grundlagenerhebungen und Planungen, die jetzt starten, sollen ab 2028 die nötigen Maßnahmen zur Auflassung der Eisenbahnkreuzungen gesetzt werden. Mit dem Beginn des zweigleisigen Ausbaus – übrigens bei laufendem Betrieb – rechnen die ÖBB frühestens 2031. Voraussetzung ist natürlich, dass die Genehmigungsverfahren bis dahin positiv abgeschlossen sind. Die Fertigstellung ist für 2036 ins Auge gefasst.
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