Niederösterreichs ältester Ruderclub feiert heuer sein 150-jähriges Bestehen blickt auf eine besondere Geschichte zurück.
Liebevoll wurden sie getauft: „Eisvogel“, „Huppauf“, „Flohhaxn“ und „Nick“ – so heißen die vier neuen Rennboote des Steiner Ruderclubs in Krems. Bei der kürzlich über die Bühne gegangenen 150. Geburtstagsfeier des Vereins durften die Boote auch gleich ihre erste „Jungfernfahrt“ auf sich nehmen.
„Seit unserer Gründung am 24. November 1876 verbindet unser Verein Menschen durch die Begeisterung für den Rudersport, durch Freundschaft sowie durch die besondere Verbundenheit mit der Donau und unserer Heimat“, blickt Obmann Hans Allinger zurück. In Niederösterreich ist der Steiner Ruderclub der älteste seiner Art, in ganz Österreich ist er der fünftälteste und kann so auf eine 150-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken.
Der Rudersport zählt zu den traditionsreichsten Sportarten Österreichs mit Geburtsstunde in der Monarchie. Bereits in den 1860er-Jahren entstanden entlang der Donau die ersten Rudervereine, heute wird vor allem auf der Alten Donau in Wien, in Ottensheim bei Linz sowie auf dem Wörthersee, Traunsee und Attersee gerudert.
Bei einer Rückschau tauchte man auch gleich in die teils spektakuläre Vergangenheit ein., wie bei der Übersiedelung des Bootshauses in den 70er-Jahren. Beim Bau der B 3 stand das Gebäude sprichwörtlich „im Weg“ und musste deshalb im Frühjahr 1977 auf Rollen näher zur Donau hin zur Sepp-Buchinger-Promenade verschoben werden. Damals stand sogar ein Wechsel auf die Mauterner Seite im Raum – der Verein blieb dem Stadtteil Stein jedoch treu.
Für Ehrenpräsident Helmar Hasenöhrl sind die Steiner „das Ideal des österreichischen Ruderns“. Georg Mantler präsentierte schließlich die 300-Seiten-Festschrift „Rudern verbindet – seit 1876“, mit modernem Inhalt: in einem von der KI verfassten Märchen erwachen die Vereinsboote nachts zum Leben und kommen sogar miteinander ins Gespräch...
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