Mehr Grün statt Beton und Asphalt! Immer mehr Gemeinden im weiten Land entsiegeln im Kampf gegen die Dürre ihre Ortskerne. Der „Bodenbonus“ des Landes Niederösterreich soll dazu anspornen.
Wir spüren es zur Stunde alle: Die Auswirkungen der Erderwärmung werden auch im weiten Land immer unerträglicher. Niederösterreich setzt deshalb auf sprießendes Grün. 45 Orte wurden bisher bei Gegenmaßnahmen unterstützt. „Begrünte Straßenzüge und schattige Plätze kühlen die Umgebung und sind wertvoll für die Natur. Und das macht das Leben in der grauen Stadt bei Gluthitze erträglicher“, betont Landesvize Stephan Pernkopf. Vom gestalteten Nibelungenplatz in Tulln bis zur Promenade in St. Pölten werde gezeigt, wie Regenwasser künftig im Boden versickern kann, statt ungenutzt im Kanal zu verschwinden. Im Herbst folgt auch Melk.
Regenwasser besser speichern
Auch unter der Erde wird umgedacht: Das „Schwammstadt“-Prinzip schafft Platz für Baumwurzeln, speichert Regenwasser und entlastet die Kanalisation. Parallel dazu setzt das Land seine Renaturierungsoffensive fort. In den letzten 15 Jahren wurden mehr als 230 Gewässerprojekte umgesetzt – von wieder angebundenen Donau-Altarmen bis zu revitalisierten Feuchtgebieten. Weitere Vorhaben an Donau, Pielach, Ybbs, Url, Leitha und der Großen Tulln geben Flüssen wieder mehr Raum. „Das federt auch Fluten ab“, so Pernkopf. Ziel bleibt, den Regen dort zu halten, wo er fällt – für mehr Artenvielfalt und Schutz vor dem Klimawandel.
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