Verkehrsberuhigte Schulstraßen, begrünte Vorplätze und sichere Radwege: Die Stadt Wien gestaltet den Weg zur Schule Schritt für Schritt kinderfreundlicher. So entstehen mehr Lebensqualität, mehr Platz zum Spielen und ein sicheres Umfeld für den Schulalltag.
Viele Kinder kommen zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule. Sicherheit für die jungen Verkehrsteilnehmer*innen ist besonders wichtig. Dafür setzt die Stadt Wien gezielte Maßnahmen. Im Mittelpunkt stehen verkehrsberuhigte Bereiche, Schulstraßen, moderne Schulvorplätze und der Ausbau des Radwegenetzes. Ziel ist es, Kindern sichere Wege zu ermöglichen – egal ob sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder den Öffis unterwegs sind.
Vor allem der morgendliche Bringverkehr mit dem Auto kann vor Schulen zu gefährlichen Situationen führen. Schulstraßen reduzieren deshalb den Verkehr rund um Unterrichtsbeginn und schaffen mehr Sicherheit für alle Schulkinder.
Vorplätze werden zu Wohlfühlorten
Auch direkt vor den Schulen wird umgestaltet. Begrünte Vorplätze mit Sitzgelegenheiten, Spielelementen und Trinkbrunnen bieten nicht nur mehr Aufenthaltsqualität, sondern schaffen auch Abstand zum fließenden Verkehr. Seit 2022 wurden 21 Schulvorplätze modernisiert und 13 neu errichtet. Insgesamt verfügt Wien über 93 autofreie Schulvorplätze.
Sichere Wege mit dem Fahrrad
Parallel dazu wird das Radwegenetz ausgebaut. Bereits 142 Schulen wurden im Zuge der Radwegeoffensive an sichere Radwege und Fahrradstraßen angebunden.
Unterstützung für einen selbstständigen Schulweg
Unterstützung gibt es auch für Eltern und Kinder. Mit den Schulwegplänen der Stadt Wien und der AUVA, den Magazinen „Stadtentdeckerin“ und „Mini-Stadtentdeckerin“ sowie den Grätzl-Ralleys der Mobilitätsagentur können Kinder ihren Schulweg spielerisch erkunden. Gerade für Taferlklassler*innen ist das eine wertvolle Hilfe, um sich im neuen Alltag sicher und selbstständig zurechtzufinden.
Mehr Lebensraum für Kinder
Wo immer Straßen im Umfeld von Schulen umgestaltet werden, nutzt die Stadt Wien die Gelegenheit, um den öffentlichen Raum kinderfreundlicher zu gestalten. So entstehen sichere Vorplätze, die verkehrsberuhigt sind und gleichzeitig mehr Platz zum Spielen, Verweilen und Begegnen bieten.
Wie das aussehen kann, zeigt die Galileigasse im 9. Bezirk. Die Wohnstraße vor einer Volksschule und einem Kindergarten wurde 2024 in eine temporäre Fußgängerzone umgewandelt und ist seither grundsätzlich autofrei.
Einsatzfahrzeuge, Ladetätigkeiten, Behindertentransporte und das Aussteigenlassen von Schulkindern bleiben weiterhin möglich, auch Radfahren ist erlaubt. Sitzgelegenheiten, Blumen- und Gemüsebeete sowie eine kreativ gestaltete Fahrbahn laden zum Verweilen und Spielen ein.
Das Projekt wurde 2025 mit dem VCÖ-Mobilitätspreis ausgezeichnet.
Nutze die sicheren Schulwege in Wien! Nähere Infos dazu findest du unter: schulweg.wien.gv.at