Tanker gekapert
Somalia-Piraten als weitere Bedrohung für Handel
Die internationale Handelsschifffahrt ist bereits wegen der Sperre der Straße von Hormuz und der angespannten Situation im Roten Meer erheblich beeinträchtigt. Dazu kommt nun auch die immer mehr um sich greifende Piraterie im Golf von Aden. Somalische Piraten haben offenbar zwei Tanker gekapert.
Der bereits am 16. Juli gekaperte Chemietanker Asana und seine Besatzung würden nun vor der Küste Somalias festgehalten, teilten zwei örtliche Sicherheitskräfte aus der halbautonomen Region Puntland der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit. Das unter der Flagge Tansanias fahrende Schiff befindet sich demnach nahe eines somalischen Fischerdorfes.
Crew besteht aus Indern, Syrern, Jemeniten und Ägyptern
Der Großteil der 19-köpfigen Besatzung kommt den Angaben zufolge aus Indien. Die übrigen Besatzungsmitglieder seien Syrer, Jemeniten und Ägypter. Ein weiteres gekapertes Schiff, die unter syrischer Flagge fahrende und am 26. April gekaperte Sward, liegt demnach ebenfalls bereits vor dem Fischerdorf vor Anker. Es sei davon auszugehen, dass die Piraten die Asana weiter nach Süden in Richtung einer ihrer Hochburgen steuern wollen.
Die Küstenregionen vor Somalia liegen an mehreren für den Welthandel zentralen Schiffsrouten. Piraterie war vor der Küste Somalias in den 2000er-Jahren weitverbreitet und erreichte im Jahr 2011 mit Hunderten Angriffen ihren Höhepunkt. Durch internationale Militäreinsätze und neue Schutzmaßnahmen der Reedereien ging die Zahl der Überfälle in der Folge drastisch zurück. Seit April richten somalische Piraten aber ihr Augenmerk verstärkt auf den Golf von Aden vor der jemenitischen Küste.









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