Ein TikToker wollte nur seinen Eiskaffee aus einem Glasstrohhalm trinken – dabei bemerkte er nicht, dass dieser am unteren Ende abgebrochen war. Ein paar kleine Splitter kosteten den 23-Jährigen fast das Leben.
Anfang Juli trank der TikToker Celal ein Getränk aus einem Glasstrohhalm. Dass dieser abgebrochen war und sich deshalb mehrere kleine Splitter in seinem Kaffee befanden, merkte er nicht.
Seine Mutter bemerkte Glassplitter
Wie der 23-Jährige dem Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“ erklärte, habe seine Mutter ihm am nächsten Morgen erzählt, dass der Strohhalm kaputt gewesen sei. Er selbst habe sich dabei jedoch nichts weiter gedacht. „Ach Mama, da passiert schon nix“, habe er seine Mutter beruhigt. Dabei ahnte er noch nicht, welche Folgen der Vorfall für ihn haben würde.
„Fühlte sich an, als würde ich sterben“
Doch zwei Tage danach spürte er erste Symptome: Risse am Gaumen, danach schwarzer Stuhl, Bauchschmerzen und Schwindel. Auch Treppensteigen wurde zum Problem, am fünften Tag habe es sich angefühlt, „als würde ich sterben“.
Mann verlor vier Liter Blut
Schließlich brachte seine Mutter Celal in die Notaufnahme. Ärzte im Krankenhaus führten eine Darmspiegelung bei dem jungen Mann durch. Was sie dabei fanden, war erschreckend: Durch Risse im Magen- und Darmbereich verlor er rund vier Liter Blut innerhalb von sechs Tagen. Sein Herz versagte, sieben Minuten lang wurde er reanimiert, erzählte der Mann selbst bei TikTok.
14 Tabletten täglich
Die Risse wurden zuerst provisorisch geschlossen, dann wurde der 23-Jährige ins Uniklinikum Freiburg verlegt, weil es dort bessere Versorgungsmöglichkeiten gab. Auf Social Media teilt Celal weiterhin seinen Genesungsweg. Nach eigenen Angaben müsse er täglich immer noch 14 Tabletten schlucken und kämpfe mit den körperlichen und psychischen Folgen des Vorfalls.
„Werft sie weg!“
Auf TikTok wendete sich der junge Mann wiederholt mit einem eindringlichen Appell an sein Publikum: „Wenn ihr Glasstrohhalme habt, werft sie weg!“ Der Verkauf von Plastikstrohhalmen ist in der EU eigentlich seit fünf Jahren verboten. Viele Online-Anbieter umgehen die Regelung jedoch, indem sie etwa auf das Wort „Einweg“ bei der Produktbeschreibung verzichten.
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