15.10.2014 12:50 |

Ein Heidenspaß!

Hosentaschen-Prügelei "Super Smash Bros." im Test

Während Wii-U-Besitzer noch bis Anfang Dezember auf Nintendos Prügel-Spaß "Super Smash Bros." warten müssen, hauen sich Mario, Bowser, Pikachu und Konsorten auf dem 3DS bereits fleißig auf die Rübe. Mit einer Vielzahl von Kämpfern, abwechslungsreichen Schauplätzen und vielen verschiedenen Modi soll der Titel 3DS-Spieler für etliche Stunden an die Mobilkonsole fesseln. Und das tut er auch, wie sich im krone.at-Test gezeigt hat.

Die Story ist im neuen "Super Smash Bros." für den 3DS völlige Nebensache. Wichtig ist nur eines: Insgesamt 49 Helden der Videospielgeschichte massieren sich im fröhlich-bunten Prügelspaß mit den Fäusten und lassen auch die abgefahrenen Items, die immer wieder in den Levels auftauchen, nicht ungenutzt.

Neben den klassischen Nintendo-Helden – unter anderem Mario, Yoshi und Bowser – prügeln in "Super Smash Bros." auch Charaktere aus anderen Games mit, beispielsweise Mega Man und Sonic. Wer mag, kann sogar sein eigenes Mii in den Kampf schicken – wahlweise als Schütze, Schwertkämpfer oder Boxer.

Wer am härtesten zuschlägt, gewinnt
Das Ziel der fröhlichen Prügelei: Die Gegner aus dem Level hauen, möglichst viel Schaden austeilen – und gleichzeitig wenig davon einstecken. Die Charaktere verfügen über leichte und schwere Attacken, können auf Knopfdruck ein paar Schläge blocken und hüpfen wie von Sinnen durch die Levels.

Ein spektakulärer Schlagabtausch in der Luft, bei dem letztlich ein Gegner aus dem Bild fliegt, ist in "Super Smash Bros." kein besonderer Moment, sondern Alltag. K.-o.-Siege gibt es nicht, stattdessen gewinnt am Ende eines Matches der Spieler, der den meisten Schaden ausgeteilt hat. Fies: Wer viel ausgeteilt hat, kann umso leichter aus dem Bild gekickt werden. So haben auch Einsteiger eine Chance, mitzumischen.

Zahlreiche Spielmodi – Abenteuer inklusive
Ebenso vielfältig wie die verfügbaren Kämpfer ist die Auswahl an Spielmodi und Arenen. Solo- und Gruppenkämpfe sind vorhanden, zudem gibt es den aus älteren Serienteilen bekannten "Target Smash!"-Modus, bei dem zehn Ziele möglichst schnell plattgemacht werden müssen.

Beim "Home Run" muss in einer vorgegebenen Zeitspanne möglichst viel Schaden ausgeteilt werden. Und besonders unterhaltsam: Der "Smash Run", ein Mix aus Jump'n'Run-Abenteuer mit Prügel-Elementen und abschließendem harten Schlagabtausch mit mächtigen Gegnern.

Chaotisch-liebenswerter Mix aus Alt und Neu
Die verfügbaren Arenen nehmen teilweise Anleihen bei Nintendo-Games aus der Vergangenheit, sind teilweise aber auch ganz neue Kreationen. Umgesetzt sind sie allesamt – ebenso wie die Charaktere selbst – mit viel Liebe zum Detail. Erfreulicherweise leidet darunter nicht die Übersicht – sofern man die in der Hitze des Gefechts auf dem kleinen 3DS-Bildschirm überhaupt wahren kann.

Letzten Endes ist "Super Smash Bros." nämlich ein zutiefst chaotisches Spiel. Wenn mehrere Spieler gleichzeitig aufeinander einprügeln oder der Computergegner mit einigen Charakteren mitmischt, kann man schon mal Schwierigkeiten haben, den eigenen Charakter im Getümmel zu verfolgen.

Optisch und akustisch schön umgesetzt
An der Aufmachung von "Super Smash Bros." gibt es nichts auszusetzen. Nintendo holt das Bestmögliche aus der vergleichsweise schwachen Hardware des 3DS heraus und schafft es, ein optisch ansprechendes, aber etwas grobkörniges Spektakel auf den Bildschirm zu zaubern.

Sehr gut gelungen ist auch der Soundtrack. Der besteht zum Teil aus neu interpretierten Nintendo-Klassikern, teils auch aus neuen Stücken, die allesamt Ohrwurm-Qualitäten besitzen und das Geschehen am Bildschirm fröhlich, aber unaufdringlich untermalen.

Motivierender und spaßiger Multiplayer
Als äußerst unterhaltsam erwies sich im Test der Mehrspielermodus von "Super Smash Bros.", bei dem Spieler wahlweise lokal oder über das Internet mit bis zu drei Mitspielern drauflos prügeln. Für die Mehrspieler-Partien gibt es vielfältige Einstellmöglichkeiten, durch die beispielsweise die Items deaktiviert werden können, wenn man es besonders puristisch mag.

Mit Freunden spielbar sind nicht nur klassische Einzel- und Teamkämpfe, sondern auch der spaßige Abenteuer-Modus. Ist der ausgedehnte Einzelspielermodus mit seinen freispielbaren Charakteren, Arenen, Trophäen und anderem Zierrat durchgespielt, verspricht der Mehrspielermodus immer noch Spaß für viele Stunden.

Fazit: Im Endeffekt hat Nintendos Hosentaschen-Prügelei für den 3DS nur eine kleine Schwäche: Sie ist überaus chaotisch. Fans der Serie werden das nicht als Schwäche werten und nach kurzer Eingewöhnungszeit gewöhnt man sich an den Trubel auf dem Mini-Bildschirm, gerade zu Beginn stellt "Super Smash Bros." aber eine gewisse Reizüberflutung dar – trotz etwas grobkörniger Optik.

Sei's drum: Mit Mario und seinen Freunden drauflos zu prügeln, allerlei freizuschalten und sich immer wieder in spaßigen Mehrspieler-Duellen zu messen, macht reichlich Laune und motiviert auf Dauer. Und dass die Nintendo-Prügelei im Gegensatz zu "erwachseneren" Prügelspielen für die ganze Familie geeignet ist, gereicht ihr auch nicht zum Nachteil. 3DS-Besitzer sollten unbedingt einen Blick darauf werfen.

Plattform: Nintendo 3DS
Publisher: Nintendo
krone.at-Wertung: 9/10

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