Paukenschlag im Skisprung-Zirkus: Adler-Legende Adam Malysz verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei der Wahl des Vorstands des polnischen Ski-Verbands. Und damit hängt auch Stefan Horngacher in der Luft. Der 56-jährige Tiroler sollte als neuer Cheftrainer installiert werden.
Adam Malysz ist einer möglichen Demontage ausgewichen. Die Adler-Legende stellt sich Mitte Juni bei den Wahlen im polnischen Skiverband keiner Kampfabstimmung. Ex-Präsident Apoloniusz Tajner hatte angekündigt, dass er das Amt nach vier Jahren wieder bekleiden möchte: „Es herrscht Chaos im Verband.“
Am Donnerstag verkündete nun Malysz gegenüber dem polnischen TV-Sender „Polsat“ seinen Rückzug: „Meine Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen soll, stimmt nicht mit der des Vorstands überein, daher lautet meine Entscheidung: Nein, ich werde nicht zur Wiederwahl antreten.“
Gerüchte, dass er wie vor seinem Wechsel an die Verbandsspitze nun wieder als Sportdirektor arbeiten würde, kommentierte Malysz zurückhaltend: „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Wir haben noch viel zu tun, vor allem wichtige Verträge, die unterzeichnet werden müssen.“
Horngacher als Verlierer?
Stefan Horngacher könnte in diesem Machtkampf am Ende als großer Verlierer dastehen. Der Tiroler hatte einen Deal mit Malysz ausgehandelt, es gibt aber noch keinen gültigen Vertrag. Bei einem mehrstündigen Verbands-Treffen am Mittwoch wurde jedenfalls der umstrittene Nationaltrainer Maciej Maciusiak für die kommende Saison im Amt bestätigt.
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