Wo mächtige Baumriesen in den Himmel ragen, wächst im Waldviertel ein urwüchsiges Bündnis – zwischen dem Nationalpark Kampwald und dem Truppenübungsplatz Allentsteig. Konkret geht es um das geplante Besucherzentrum.
Staunenden Auges und angesichts der Naturwunder im Kamptal auch ehrfurchtsvoll marschierten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landesvize Stephan Pernkopf und Finanzlandesrat Anton Kasser zum Lokalaugenschein durch die Wildnis.
Ihr sozusagen auf den Tann abgelegter Eid: Das geplante Besucherzentrum in Allentsteig wird die Geschichte des TÜPL, seine militärische Bedeutung und zugleich den überraschenden Naturreichtum erlebbar machen. „Uns schlagen viele Herzen entgegen“, betonte Tanner.
Nationalpark Kampwald im Werden
Der sanfte Öko-Sieg rückt jedenfalls immer näher. Denn der Nationalpark Kampwald nimmt Gestalt an. Erste Flächen im Dobratal wurden nämlich bereits gesichert. „Gerade in unsicheren Zeiten sehnen sich die Menschen nach Heimat“, betonte Pernkopf.
Der urtümliche Wald mit seinen seltenen Arten biete großes Potenzial für Tourismus, Gemeinden und regionale Betriebe.
Militärischer Übungsbetrieb bleibt
Klarer Befehl aber: Der militärische Übungsbetrieb im Manövergebiet bleibt uneingeschränkt bestehen. Naturerlebnis und Verteidigung werden so dennoch zu starken Bündnispartnern – ein Schulterschluss, der dem Waldviertel neue Perspektiven eröffnet und zeigt, dass Naturschutz und Sicherheit einander nicht ausschließen müssen.
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