Grünes Licht

Verkehrsministerium genehmigt S18-Vorprojekt

Vorarlberg
21.07.2026 11:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Seit rund 45 Jahren wird darüber diskutiert, wie man die österreichische Rheintalautobahn A14 sinnvoll mit der Schweizer A13 verbinden kann. Nun kommt wieder Bewegung in das Dauerbrenner-Thema: Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur hat das Vorprojekt für die Bodensee-Schnellstraße S18 offiziell abgesegnet.

Mit ihrer Entscheidung gaben die Prüfer in Wien grünes Licht für die von der Asfinag vorgeschlagene Trassenvariante „CP“, die streckenweise in offener Tunnelbauweise entstehen soll. Zur Erinnerung: Die geplante Route erstreckt sich auf etwa 8,2 Kilometern. Sie beginnt beim Knoten Dornbirn West, nutzt ein Stück der heutigen Landesstraße L204 und verläuft anschließend entlang des Lustenauer Ortsrands nach Norden. Über das Schweizer Ried führt die Strecke weiter bis zum Rhein, überquert den Fluss und schließt schließlich bei Höchst an das Schweizer Autobahnnetz an. Geplant sind eigene Auf- und Abfahrten für Lustenau Süd und Nord sowie ein Halbanschluss in Höchst.

Entlastung vom Durchzugsverkehr
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner sieht in der Entscheidung ein wichtiges Signal für die Bevölkerung und die Wirtschaft: „Für Vorarlberg ist das eine sehr gute Nachricht. Seit rund 45 Jahren beschäftigt uns die Frage, wie wir die Verbindung zwischen A14 und Schweizer A13 verkehrsgerecht und verträglich lösen. Dass das Vorprojekt nun genehmigt ist, bringt die Planung endlich wieder ein Stück weiter.“ Wallner betont, dass der Lückenschluss vor allem Lustenau und das gesamte untere Rheintal auf beiden Seiten der Grenze vom extremen Durchzugsverkehr entlasten werde.

Bitschi will Vorhaben vorantreiben
„Die Bodensee-Schnellstraße S18 ist ein Infrastrukturprojekt von großer regionaler und internationaler Bedeutung. Mit der Genehmigung des Vorprojekts ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Mobilität in Vorarlberg getan“, sagte Mobilitätsminister Peter Hanke. Nach den jahrelangen Diskussionen schaffe man nun endlich Klarheit darüber, wie es weitergehe. Landesstatthalter Christof Bitschi fordert bereits, das Vorhaben ohne Verzögerung voranzutreiben, damit die Anwohner rasch spürbar entlastet werden.

Mit dem positiven Bescheid aus Wien startet die Asfinag nun die detaillierte Straßenplanung. Bis die Bagger tatsächlich rollen, wird noch einiges an Wasser den Rhein hinunterfließen: Nach aktuellem Stand beabsichtigen die Planer, die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung im Jahr 2028 einzureichen.

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