Teile der Weststrecke zwischen NÖ und OÖ lagen am Wochenende lahm. Am Montag sollte der Betrieb wieder aufrecht sein, versprachen die ÖBB. Doch in Wien warteten Pendler und Urlauber erneut auf ihren Zug ...
Zu früh gefreut! Auch am Montagmorgen lief auf der Weststrecke von Wien Richtung Niederösterreich immer noch die Durchsage: „Wegen einer Oberleitungsstörung können derzeit nur eingeschränkt Züge zwischen St. Valentin und Linz fahren“. Da qualmte Ärger auf bei den Fahrgästen, die am Bahnsteig warteten. „Es ist nur mehr ein Witz mit euch!“, machte eine Dame ihrem Frust beim Zugpersonal etwas Luft. Der Zug von Wien um 8 Uhr sollte 40 Minuten später abfahren. Um 8.40 Uhr kam jedoch nur der Railjet, der ohnehin für 8.35 Uhr geplant war.
Der Ursprung für das Chaos liegt viel weiter westlich, in Pichling (OÖ). Dort riss am Donnerstagabend eine Oberleitung. Zerstört wurde auch ein Stellwerk, weshalb bis Sonntag nur zwei von vier Gleisen benutzt werden konnten. Bis in die späte Nacht arbeiteten Techniker am Wochenende an der Reparatur der gerissenen Leitung. „Am Montag gab es wegen einer Störung Verspätungen“, betont ÖBB-Sprecher Klaus Wesp-Baumgartner auf Anfrage. Die Oberleitung sei aber wieder intakt.
Ja, am Montag gab es vereinzelt Verspätungen zwischen Wien und St. Pölten. Das hat mit einer Fahrzeugstörung zu tun.
ÖBB-Sprecher Klaus Wesp-Baumgartner
Bahn als Weg zum Flughafen
Sogleich berichtete auch ein Fahrgast in sozialen Medien: „Am Bahnhof St. Pölten wird am Montag zu Mittag immer noch von Oberleitungsstörung gesprochen“. Er fuhr gerade von seinem Heimaturlaub nach Hause. Noch stärkere Nerven brauchten aber diese Tage Reisende, deren Urlaub noch vor ihnen liegt. Viele fahren mittlerweile mit der Bahn zum Flughafen Wien, Linz oder auch Salzburg. Doch der Flieger wartet nicht, wenn ein Zug Verspätung hat.
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