Jetzt wird‘s eng

Höllischer (Hitze-)Stau im kühlen Höllental

Niederösterreich
19.07.2026 07:00

Bei Hitze strömen die Massen auf der Suche nach Abkühlung zur Schwarza in das Höllental, einem idyllischen Naturjuwel bei der Rax in Niederösterreich. Doch der Pkw-Ansturm ist zu groß – Parkgebühren könnten ab dem nächsten Jahr Abhilfe schaffen. 

An heißen Sommertagen wird das Höllental im Bezirk Neunkirchen regelrecht überrannt. Hunderte Autos verstopfen die Straßen entlang der Schwarza, Wildparker sorgen für gefährliche Situationen, und Polizei sowie Gemeinden stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

„An Spitzentagen stehen zwischen 500 und 1000 Autos entlang der Strecke“, schildert Peter Lepkowicz, Bürgermeister aus Schwarzau im Gebirge. Gemeinsam mit Reichenaus Bürgermeister Josef Döller arbeitet er gerade an einem Maßnahmenpaket. Bereits am 23. Juli findet eine Verkehrsverhandlung auf der BH Neunkirchen statt, bei der eine neue Parkordnung ausgearbeitet werden soll. Es könnte dann sein, dass ab dem kommenden Jahr eine Parkgebühr mittels Parkautomaten eingehoben wird.

An heißen Tagen bietet die Schwarza die perfekte Abkühlung – und zieht dementsprechend viele ...
An heißen Tagen bietet die Schwarza die perfekte Abkühlung – und zieht dementsprechend viele Menschen an.(Bild: ZVG Privat)
Ganze Teppiche, manchmal sogar mit zusätzlicher Deko, werden für einen Badetag an der kühlen ...
Ganze Teppiche, manchmal sogar mit zusätzlicher Deko, werden für einen Badetag an der kühlen Schwarza aufgebaut.(Bild: ZVG Privat, Krone KREATIV)
Am Wochenende sind die Parkplätze bereits am frühen Vormittag besetzt.
Am Wochenende sind die Parkplätze bereits am frühen Vormittag besetzt.(Bild: ZVG Privat)

Neben dem Verkehr bereiten auch offenes Feuer und Grillen entlang der Schwarza Sorgen – trotz bestehender Verbote. Polizei und Forstaufsicht können angesichts der Besuchermassen jedoch nicht überall gleichzeitig kontrollieren.

Anrainer klagen über Ansturm und meiden Tal am Wochenende
Und auch die Anrainer klagen bereits über den Massenansturm und meiden die idyllischen Badeplätze im Höllental. Sie erzählen von großen Picknickgruppen, die mit Lautsprechern, Grillern, Teppichen, Shishapfeifen und sogar eigener Deko anreisen. Auch die mangelnde Nutzung der vorhandenen Toiletten und Müll bereitet zunehmend Probleme.

Lepkowicz relativiert jedoch: Der Müll halte sich – gemessen an der Zahl der Besucher – noch in Grenzen. Die eigentliche Herausforderung sei der enorme Autoverkehr. „Das Höllental ist ein sensibles Naturgebiet. So viele Autos verträgt die Region auf Dauer nicht“, so Lepkowicz. Mit Parkgebühren könne man das Problem vielleicht ein bisschen in den Griff bekommen.  

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