Ein nicht vollständig eingefahrener Heckkran an einem Lkw hat am Freitagmorgen zu einem größeren Einsatz der Rettungskräfte und Spezialfirmen an der L201 geführt.
Ein 29-jähriger Lastwagenfahrer war Am Freitag gegen 9.50 Uhr auf der Bödmerstraße in Richtung Mittelberg unterwegs. Beim Einfahren in die Galerie am Tunnel Bödmen kam es zum folgenschweren Zwischenfall: Der Heckanbaukran des Fahrzeugs war offenbar nicht vorschriftsmäßig eingefahren. Das Gerät prallte gegen das Tunnelportal.
Kran von Lkw gerissen
Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Kran komplett vom Lastwagen gerissen wurde. Das massive Bauteil blieb teils auf der Fahrbahn liegen, teils lehnte es gegen die Tunnelwand. Der Fahrer bewahrte trotz des Schocks einen kühlen Kopf: Er fuhr bis zum Ende des Tunnels weiter, um den Gegenverkehr zu warnen, die Unfallstelle abzusichern und die Rettungskräfte zu alarmieren.
Der Unfall zog umfangreiche Aufräum- und Reinigungsarbeiten nach sich, da aus dem beschädigten Lkw mehrere Liter Hydrauliköl ausgetreten waren. Die Freiwillige Feuerwehr Mittelberg, die mit zwölf Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort war, konnte die Flüssigkeit auf der Straße schnell binden.
Bankett mit Flickkies wieder hergestellt
Problematischer gestaltete sich die Situation im Bankettbereich neben der Fahrbahn. Da das Öl auch in das Erdreich gesickert war, mussten Mitarbeiter der Landesstraßenverwaltung hinzugezogen werden. Ein Bagger trug den kontaminierten Boden ab, um Umweltschäden zu verhindern. Eine Fachfirma stellte das Bankett anschließend mit Flickkies wieder her.
Neben der Feuerwehr war auch die Bundespolizei mit zwei Fahrzeugen im Einsatz. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens am Tunnelportal und am Fahrzeug liegen noch keine genauen Informationen vor. Der Tunnelbereich musste für die Dauer der Bergungs- und Reinigungsarbeiten zeitweise gesperrt werden.
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