Mehrere Übertretungen

Barbershops erneut im Visier der Finanzpolizei

Oberösterreich
18.07.2026 14:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung führte im Zeitraum 29. Juni bis 5. Juli erneut verstärkt Kontrollen von Barbershops in Oberösterreich und Salzburg durch. Dabei wurden erneut einige schwarze Schafe ausgeforscht und aus dem Verkehr gezogen.

Obwohl in dieser risikoanfälligen Branche laufend Kontrollen durchgeführt werden, gab es im Zug der Schwerpunktkontrolle insgesamt 77 Übertretungen: Neben 8 Fällen mit illegaler Ausländerbeschäftigung wurden auch drei Schwarzarbeiter festgestellt sowie eine Übertretung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, die auch gleich zu einer Anzeige wegen Betruges führte. Weiters waren in 42 Fällen keine Arbeitszeitaufzeichnungen vorhanden, acht Übertretungen der Gewerbeordnung wurden festgestellt. Besonders markant war, dass in fast jedem fünften Betrieb – in insgesamt 15 Fällen – Verstöße bei den Registrierkassen festgestellt werden mussten.

Gefälschte Markenparfums verkauft
Ein Betrieb verwendete keine Registrierkasse. In sechs Betrieben fand man Registrierkassen ohne technische Sicherheitsvorkehrungen. Acht Betreiber erteilten einfach gar keine Belege. In 12 Fällen wurden vereinfachte finanzstrafrechtliche Strafverfügungen wegen Nichtübermittlung von Jahresbelegen sofort erteilt. Besonders dreist agierte ein Drittstaatsangehöriger in einem Barbershop in Salzburg Umgebung. Er verkaufte noch dazu gefälschte Markenparfums wie Chanel und Gucci. Der Betreiber des Shops gab sich ahnungslos.

Zitat Icon

Wer alle Vorschriften ignoriert, wird auch zukünftig mit Schwerpunktkontrollen zu rechnen haben – legal operierende Betriebe dürfen nicht die Dummen sein.

Bereichsleiter Finanzpolizei Wilfried Lehner

Finanzminister Markus Marterbauer: „Die Schwerpunktkontrolle hat wieder einmal gezeigt, wie vielfältigen die Versuche, Abgaben zu verringern, sind. Wir bleiben unserer Linie treu: Null Toleranz bei jeglicher Form des Steuer- und Sozialleistungsbetrugs. Egal ob Schwarzarbeit, nicht getätigte Aufzeichnungen oder fehlende Registrierkassen. Jeglicher Versuch einer bewussten Betrugshandlung wird rigoros verfolgt.“

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