Preise explodieren

Altaussee ist teuerstes Pflaster der Steiermark

Steiermark
16.07.2026 12:30

Wer in der Steiermark ein Grundstück kaufen will, muss heute deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Jahren. Die Preise sind zwischen 2021 und 2025 um satte 61,7 Prozent gestiegen. Starker Preistreiber ist der Tourismus.

Die Preise für Grundstücke in der Steiermark sind zwischen 2021 und 2025 um 61,7 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Auswertung der Landesstatistik Steiermark auf Basis von Daten der Statistik Austria hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Auch Häuser verteuerten sich im selben Zeitraum um 10,9 Prozent, während Wohnungen um 3,5 Prozent günstiger wurden. „2021 bezahlte man für ein Grundstück in der Steiermark im Schnitt 57 Euro pro Quadratmeter, 2025 waren es bereits 93 Euro“, erklärt Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation.

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Zwischen der Zahl der Übernachtungen und den Grundstückspreisen gibt es ebenso einen statistischen Zusammenhang wie auch mit der Bevölkerungsentwicklung.

Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation im Land Steiermark

Südoststeiermark am günstigsten
Besonders tief in die Tasche greifen müssen Käufer in Graz. Mit durchschnittlich 430,3 Euro pro Quadratmeter weist die Landeshauptstadt im Fünfjahresschnitt 2021 bis 2025 auf Bezirksebene die höchsten Grundstückspreiseauf. Am günstigsten sind Grundstücke im Bezirk Südoststeiermark mit durchschnittlich 35,7 Euro pro Quadratmeter.

Häuslbauen wird für Normalverdiener immer schwieriger.
Häuslbauen wird für Normalverdiener immer schwieriger.(Bild: P. Huber)

Unter den Gemeinden führt Altaussee mit durchschnittlich 542 Euro pro Quadratmeter das Ranking an, gefolgt von Ramsau am Dachstein (438,3 Euro). Dahinter reiht sich Graz ein. Mit Hart bei Graz, Seiersberg-Pirka, Stattegg, Feldkirchen bei Graz und Weinitzen stammen zudem gleich fünf der zehn teuersten Gemeinden aus dem Bezirk Graz-Umgebung.

Im Vergleich zum vorherigen Fünfjahresdurchschnitt stiegen die Grundstückspreise in acht der 13 Bezirke. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Leoben (plus 26,3 Prozent) und Weiz (plus 21,6 Prozent). Rückgänge gab es vor allem in Liezen (minus 8 Prozent) und Leibnitz (minus 7,8 Prozent).

Tourismus ausschlaggebend
Die Landesstatistik untersuchte auch mögliche Einflussfaktoren auf die Preisentwicklung. Demnach besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den Grundstückspreisen und der Zahl der Nächtigungen, der Bevölkerungsentwicklung sowie den Ein- und Auspendlerzahlen und der Zahl der Erwerbstätigen. „Wenn es auch zahlenmäßig einen starken Zusammenhang gibt, bedeutet das aber nicht, dass es auch eine eindeutige Ursache-Wirkung-Beziehung gibt“, betont Statistik-Chef Martin Mayer.

Im Österreichvergleich bleibt die Steiermark trotz der Preissteigerungen in allen drei Kategorien – Grundstücke, Häuser und Wohnungen – unter dem bundesweiten Durchschnitt. Am höchsten sind die Quadratmeterpreise weiterhin in den westlichen Bundesländern und in Wien.
Detaillierte Infos finden Sie hier.

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