Wohnungsbau stagniert

Die Statik der Baubranche gerät ins Wanken

Niederösterreich
13.07.2026 06:00

Um 10.300 weniger Wohnungen als im Jahr 2021 bedrohen Jobs am Bau massiv. Und es könnte weiter herausfordernd bleiben.

Baukräne sind in Niederösterreichs Szenerie heutzutage immer weniger zu sehen und auch die Baustellengeräusche sind seltener zu hören. Fakt ist, dass weniger gebaut wird. Die Zahlen des vom „Economica“-Instituts vorgelegten Bauwirtschaftsradar (im Auftrag der Wirtschaftskammer NÖ) sprechen eine klare Sprache und zeigen die „nackte Wahrheit“: 70 Prozent weniger bewilligte Wohnungen in Neubauten, 29 Prozent weniger in bestehenden Häusern, Rückgang der Produktion im Hochbau um 32 Prozent im Vergleich zu vor fünf Jahren.

Und es könnte herausfordernd bleiben, wie der Anstieg von Bau- und Energiepreisen zeigt. Die Kosten für Baumaterialien sind gegenüber dem April 2025 um 6,3 Prozent höher. Die Baupreise stiegen in Niederösterreich im ersten Quartal um 1,3 Prozent (österreichweit waren es 2,2 Prozent).

Mehr Wohnbaukredite geben Grund für Hoffnung
Weil aber mehr Wohnbaukredite vergeben werden – 1792 waren es – könnte wieder mehr gebaut werden. Und so sind Niederösterreichs Baufirmen loyal ihren Mitarbeitern gegenüber: „Unsere Unternehmen tun wirklich alles, um ihre Beschäftigten zu halten – was in krassem Widerspruch zu jenen steht, die unserer Wirtschaft immer wieder unterstellen, Beschäftigte beim AMS ,parken’ zu wollen“, sagt WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

Ewig könne das nicht so weitergehen, die Arbeitgeber seien an ihren Grenzen angelangt. Ecker fordert daher weniger Bürokratie, Entlastungen statt Belastungen und einen verstärkten Fokus auf die Regionalwirtschaft bei öffentlichen Aufträgen. „Wie wir ihn jetzt auch im Rahmen einer Kooperation mit dem Bundesheer vorantreiben wollen“, so Ecker.

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