Freiwillige halten unsere Bergwelt am Leben. Auch für sie wurde gestern am Prochenberg im Mostviertel ein sichtbares Zeichen gesetzt. Ohne Hubschrauber wäre das nicht möglich gewesen...
Ein Gipfelkreuz aus Stahl, eingeflogen per Hubschrauber, eine traditionsreiche Schutzhütte und Hunderte Freiwillige, die Jahr für Jahr Berge, Wege und Hütten am Leben erhalten: Am Prochenberg im Mostviertel wurde ein starkes Zeichen für den Schutz unserer alpinen Kulturlandschaft gesetzt.
Ein Kreuz für die Bergwelt
Hoch über den Wäldern des Mostviertels ragt das neue Prochenbergkreuz nun in den Himmel. Gesegnet von Altabt Berthold Heigl und gemeinsam mit zahlreichen Wanderern eingeweiht, steht es nicht nur für Glauben und Heimat, sondern auch für Zusammenhalt. Dass das imposante Kreuz per Hubschrauber auf den Gipfel gebracht werden musste, zeigt: Große Projekte in den Bergen gelingen heute nur, wenn Tradition und moderne Technik Hand in Hand gehen.
„Manchmal braucht es neben Überzeugung, Zusammenhalt und Tatkraft eben auch moderne Technik, damit etwas Großes entstehen kann“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Helden der Berge arbeiten im Hintergrund
Während Wanderer die Aussicht genießen, sorgen unzählige Ehrenamtliche oft unbemerkt dafür, dass Wege sicher bleiben und Schutzhütten ihre Türen öffnen können. Mehr als 200.000 freiwillige Arbeitsstunden leisten Niederösterreichs Alpinvereine jedes Jahr. Sie betreuen über 500.000 Tagesgäste und rund 11.000 Nächtigungsgäste.
„Ohne die Freiwilligen in unseren Alpinvereinen würde das Fundament für Sicherheit, Begegnung und Bergkultur wegbrechen“, würdigte Mikl-Leitner dieses außergewöhnliche Engagement.
Die älteste Alpenvereinshütte erstrahlt neu
Wie wichtig diese Unterstützung ist, zeigt die Prochenberghütte. Die bereits 1888 errichtete Hütte – die älteste Alpenvereinshütte Niederösterreichs – wurde im vergangenen Winter umfassend saniert. Möglich machte das auch das NÖ-Schutzhüttenpaket.
„Dank der Förderung konnten wir sogar einige zuvor nicht absehbare Sanierungsarbeiten umsetzen. Jetzt ist die Prochenberghütte wieder bestens für Wanderer und Mountainbiker gerüstet“, freut sich Hüttenwart Martin Schleifenlehner vom Alpenverein Waidhofen an der Ybbs.
Natur erleben – und bewahren
Bis 2028 investiert das Land Niederösterreich 1,2 Millionen Euro in seine vier großen Alpinvereine. Denn Schutzhütten sind weit mehr als Einkehrstationen. Sie bieten Schutz bei Wetterumschwüngen, sind Treffpunkte für Bergfreunde und wichtige Stützpunkte für eine sanfte, naturnahe Freizeitgestaltung.
Wer den Prochenberg erklimmt, erlebt nicht nur beeindruckende Ausblicke. Er begegnet einer Bergwelt, die von tausenden freiwilligen Händen gepflegt wird - und deren Schönheit nur deshalb erhalten bleibt, weil Menschen ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Leidenschaft für die Natur opfern!
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