In den nächsten Wochen präsentieren Ihnen die Redakteurinnen und Redakteure der „Steirerkrone“ wieder ihre persönlichen Sommertipps – vom Lieblingsplatzerl für eine Abkühlung über neue Musik bis hin zur Bergtour. Zum Auftakt warten gleich acht Tipps.
Nie mehr Schule, keine Schule mehr!“ Diese Zeilen, die niemand Geringerer als der österreichische Megastar Falco bereits im Jahr 1982 sang, sind bei den steirischen Schülern im Moment wieder brandaktuell. Denn für knapp 130.000 Kinder und Jugendliche starteten am Freitag die heiß ersehnten Sommerferien. Bei den meisten stehen jetzt wieder neun Wochen ohne Lehrer, Mathematik und Stress am Programm. Vor allem für die Jüngsten fühlen sich diese zwei Monate wie „nie mehr Schule“ an. Stattdessen wird die Zeit mit Geschwistern, Eltern, Großeltern und Freunden genossen.
Der eine oder andere Nachmittag im Freibad darf da natürlich nicht fehlen, und für viele geht es auch bald schon ab in den Süden. Aber was, wenn der Urlaub vorbei ist und es im Freibad langweilig wird? Wir von der „Steirerkrone“ sind der Meinung, dass man nicht unbedingt in die Ferne schweifen muss, um Schönes zu entdecken. In unserer Sommerserie teilen wir auch heuer wieder unsere ganz persönlichen Lieblingsplatzerln, Geheimtipps und Empfehlungen in der Grünen Mark mit Ihnen.
Für mich ist’s ein Geheimplatzerl tief im Wald, wenn die sommerliche Hitze an die Substanz geht und Abkühlung notwendig ist. Nur wenige Kilometer von Stainz entfernt, entspringt im Sauerbrunngraben eine Quelle, die schon in der Antike für ihre therapeutische Wirkung bekannt war – Funde von Münzen zeugen davon. 1632 wurde der eisenhaltige Säuerling untersucht und als Heilwasser empfohlen, später ging er in den Besitz von Erzherzog Johann über. Noch heute kommen viele Einheimische und Wanderer an den kühlen Ort, um „Wasser zu treten“ und Flaschen gratis abzufüllen.
Heuer wird kein Sommer der großen Sprünge. Der erfreuliche Grund liegt in der Familie und ist einen halben Meter groß. So muss der Balkon im fünften Stock mit Blick von Graz-Jakomini bis zur Koralm herhalten. Die Tennisplätze zu ebener Erd sorgen für die akustische Kulisse – und das herrlich monotone Flatschen der Filzkugeln kann nicht nur Neugeborene in den Schlaf wiegen.
Meine Grazer Wohnung ohne Balkon und ohne Garten wird im Sommer gerne zu einer Wärme- kammer. Die schönen Tage verbringe ich darum am liebsten draußen – im Freibad, im Park oder beim Spazieren. Immer mit dabei sind dann meine Kopfhörer. Es müssen aber nicht ständig US-Interpreten sein, steirische Beats sind mindestens genauso taktvoll. So etwa das neue Album „Alarm für Kobrakasino“ der Grazer Band Kobrakasino – läuft bei mir aktuell rauf und runter!
Fließt ein Fluss mitten durch eine Stadt, sorgt das gerade im Sommer für eine gewisse Leichtigkeit und Frische. In der Steiermark ist die Mur die wichtigste Lebensader, die ich gerne an mir vorbeifließen lasse, zum Beispiel am Murradweg in Graz. Sehr idyllisch ist die Promenade in Murau (Bild), wo gleich mehrere historische Häuser für eine prächtige Kulisse sorgen – Ähnliches gilt auch für Frohnleiten. Vielleicht entdecke ich heuer im Sommer noch weitere Beispiele.
Was gibt’s Schöneres, als im Sommer die heimischen Berge zu erklimmen? Der Große Knallstein (Schladminger Tauern) ist da ein ehrgeiziges Ziel. Wer nicht den weiten Weg bis ganz oben zurücklegen will, wird schon zuvor mit Bergseen und traumhaftem Panorama belohnt. Beim Gipfelkreuz wird die wohlverdiente Jause ausgepackt, der Blick schweift in die Weite – herrlich!
Hundebesitzer wissen Bescheid – der Vierbeiner muss raus, egal, wie das Wetter ist. Im Sommer fällt die Gassirunde da zum Glück etwas leichter. Stimmt die Motivation (am einen und anderen Ende der Leine), geht’s für „Helmut“ und mich rauf auf den Pfangberg in Andritz. Nach kurzem Anstieg gelangt man dort auf eine fast malerische Wiese, oben am Waldrand hat man eine tolle Aussicht über die Murmetropole. Nur das mit den Selfies müssen Hund und Herrl noch üben.
So mancher unserer Leser mag jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil er das eh schon immer kannte – ich hab diesen kühlen Trick aber erst heuer für mich entdeckt. Quasi durch einen Hinweis in sozialen Medien, die oft ja keinen Wahrheitscheck bestehen. Aber das hab ich probiert und bin glücklich. Ich starte den Tag jetzt immer mit einem großen Glas Wasser, in dem Ingwer, Zitronensaft und ein Schuss guter Essig drin sind. Ob’s wissenschaftlich bewiesen ist? Keine Ahnung, aber der Glaube versetzt ja Berge, und ich finde, es weckt auf, kickt den Stoffwechsel an und hält kühler.
Die Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion kennen mein Leid – ich bin für die Hitze im Sommer echt nicht gemacht. Wenn ein Ausflug ansteht, ist der erste Gedanke daher immer: Wo finde ich Abkühlung? Diesbezüglich ein Lieblingsort ist der Teichalmsee: Eine Runde durch das Moor und dann ab ins kühle Nass zumindest bis zu den Knien. So lässt sich der Sommer aushalten!
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