Im Dezember 2025 ging der neue Bahnhof Weststeiermark entlang der Koralmbahn in Betrieb. Noch nicht zufriedenstellend sind die Busverbindungen. Doch daran wird sich laut Verkehrslandesrätin rasch nichts ändern: Das Geld fehlt.
Seit sieben Monaten ist die Koralmbahn auf Schiene, die bisherige Bilanz fällt positiv aus: mehr Tagesgäste in Kärnten und der Steiermark, viele Kooperationen und die Aussicht, dass ab 2029 mit dem Semmeringbasistunnel noch mehr Menschen auf den Zug umsteigen. Doch nicht alles ist eitel Wonne.
Rund um den neuen Großbahnhof Weststeiermark gibt es Klagen, dass die Busverbindungen nicht ausreichend auf die Bahnanschlüsse abgestimmt seien, gerade, wenn es in Richtung Kärnten geht. Auch das Mikro-ÖV-Angebot sei mangelhaft, meint der SPÖ-Landtagsabgeordnete Andreas Thürschweller und stellte am Dienstag im Landtag eine dringliche Anfrage an FPÖ-Verkehrslandesrätin Claudia Holzer.
Kein Geld für bessere Verbindungen
Diese verwies darauf, dass der Bahnhof Weststeiermark bei der Anbindung nicht schlechter gestellt sei als andere steirische Bahnhöfe. Eine übergeordnete Gesamtplanung für die Mobilität im Bezirk Deutschlandsberg und ein Mobilitätsgipfel seien nicht vorgesehen, wesentliche Verbesserungen könnten derzeit weder das Land noch die Gemeinden finanzieren (aktuell zahlt das Land 300.000 Euro für die Busanbindung). Eine Evaluierung anhand der Fahrgastzahlen erfolge gegen Jahresende.
Wer Milliarden in die Schiene investiert, darf bei der regionalen Anbindung nicht sparen.

Andreas Thürschweller (SPÖ)
Bild: Christian Jauschowetz
„Die Landesregierung aus FPÖ und ÖVP lässt die Menschen im südlichen Teil des Bezirks Deutschlandsberg im Regen stehen“, ärgert sich Thürschweller, der auch Bürgermeister von Eibiswald ist. „Die Koralmbahn ist ein Jahrhundertprojekt – deshalb müssen wir jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass auch die Anbindungen an den Bahnhof funktionieren. Dafür braucht es die rasche Umsetzung von konkreten Lösungen.“
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