Ein Schulstreich in Krumbach in der Buckligen Welt in Niederösterreich sorgt für heftige Diskussionen: Eltern stießen mit ihren Kindern angeblich mit Alkohol vor der Schule an. Für zusätzlichen Ärger sorgte verteiltes Klopapier mit der Aufschrift: „Danke für die beschissene Zeit.“
Was eigentlich ein fröhlicher Abschied von der Mittelschule werden sollte, endete mit einem bitteren Beigeschmack am letzten Schultag. Eine besorgte Mutter, die anonym bleiben wollte, meldete sich dazu bei der „Krone“. „Bei der Zeugnisvergabe wartete eine Gruppe Eltern vor der Schule auf ihre Kinder“, schildert sie. Mit dabei: Konfetti, Pizzastangen – und eine Kühlbox gefüllt mit Alkohol. Und auch eine Gemeinderätin aus dem Ort sei dabei gewesen.
„Als die Kinder aus der Schule stürmten, wurden sie lautstark empfangen, mit Konfetti beworfen und dann wurde mit Alkohol angestoßen. Auch den Kindern wurde Alkohol ausgeschenkt“, berichtet die Mutter. Besonders brisant: Bei den Absolventen handelte es sich um 14-Jährige, und der Vorfall ereignete sich auf dem Schulgelände.
Doch damit nicht genug. Für zusätzlichen Ärger sorgte verteiltes Klopapier mit der Aufschrift: „Danke für die beschissene Zeit“.
„Direktor ist ihnen nie auf Augenhöhe begegnet“
Die dabei beteiligte Gemeinderätin bestätigt den Vorfall: „Mein Kind wird im September 15 Jahre alt, und ja, wir haben mit einem kleinen Becher Spritzer vorne bei der Brücke angestoßen.“ Die Kinder hätten sich über diesen Empfang gefreut, jedoch geärgert über den Direktor. „Die Kinder waren vier Jahre lang angefressen, weil er ihnen nie auf Augenhöhe begegnet ist“, so die Gemeinderätin.
Kinder waren regelrecht „angepisst“ von der Schulzeit
Eine andere Mutter hingegen bestreitet, Alkohol an ihre Kinder ausgeschenkt zu haben. „Wir haben mit alkoholfreien Getränken angestoßen“, sagt sie. Und ärgert sich ebenfalls über manche Lehrer und den Direktor: „Mein Kind war vier Jahre lang Cybermobbing ausgesetzt, und niemand hat ihm geholfen.“ Auch das Schulfest sei sehr emotionslos über die Bühne gegangen.
Die Viertklässler lassen sich jedes Jahr etwas Lustiges als Schulstreich einfallen. Aber diesmal wurde eindeutig eine Grenze überschritten.
Eine besorgte Mutter aus Krumbach
Eine weitere Mutter meldet sich zu Wort: „Die Kinder waren richtig angepisst von der Schule, weil die Braven immer zum Handkuss kamen, wenn die Schlimmen etwas ausgefressen hatten.“ Mit dem Klopapier wollten sie einfach nur ihren Frust freien Lauf lassen, rechtfertigt sie die Aktion und hofft, dass sie im Endeffekt doch ein kleiner Denkzettel für die Lehrer und den Direktor sein wird. Der Direktor war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.