Auch vier Monate nach der Eröffnung hat sich noch kein einziger Bieter für die Geschäftsflächen im Bahnhof Weststeiermark gefunden. Die ÖBB berichten von „konstruktiven Gesprächen“, Pendler sind zunehmend genervt.
Montag, 7.30 Uhr: Der Parkplatz vor dem Bahnhof Weststeiermark ist voll. Eltern bringen ihre Kinder, die sich zum Schulausflug versammeln, in die Bahnhofshalle. Teenager warten gemeinsam auf ihren Zug in Richtung Graz.
Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn wurde der Bahnhof Weststeiermark Mitte Dezember eröffnet. Jetzt, vier Monate später, prangen immer noch die „Zu vermieten“-Schilder auf den leeren Geschäftsflächen. „Es wäre ja auch im Sinne der Wartenden, wenn einmal ein Zug ausfällt, dass man sich dann einen Kaffee holen kann“, sagt etwa Renate aus Deutschlandsberg. Schülerin Felina Freydl wünscht sich wiederum einen Supermarkt, um am Weg noch schnell etwas kaufen zu können.
Was sagen Pendler zum Bahnhof Weststeiermark? Die „Krone“ hat sich umgehört.
Ich fahre von Deutschlandsberg über den Bahnhof Weststeiermark nach Graz an die TU. Er ist neu und modern gestaltet, aber ein Café wäre schon praktisch.

Franz-Peter
Bild: Jürgen Fuchs
Ich pendle jeden Tag über den Bahnhof Weststeiermark. Eine Bäckerei oder vielleicht ein Supermarkt wären gut. Der Parkplatz ist ja komplett voll mit Autos.

Felina Freydl
Bild: Jürgen Fuchs
Das hier ist keine Touristen-Hochburg, aber wir würden uns schon ein Café hier wünschen. Das wäre im Sinne der Wartenden. Insgesamt ist das Gebäude kalt und nicht einladend.

Renate
Bild: Jürgen Fuchs
Ein Café in der oberen Ebene mit Ausblick wäre schön. Auch, damit man sich etwas mitnehmen kann. Einen Supermarkt, der Alkohol verkauft, halte ich nicht für gut.

Karl Tiran
Bild: Jürgen Fuchs
„Konstruktive Gespräche“
„Die vermietbaren Geschäftsflächen am Bahnhof Weststeiermark sind weiterhin ausgeschrieben, doch wir führen aktuell sehr konstruktive Gespräche mit Interessenten“, heißt es von den ÖBB auf Nachfrage. Während vor Ort viele hohe Mietpreise monieren, beobachten die Bundesbahnen in den letzten Jahren eine Veränderung der Gewohnheiten der Fahrgäste.
„Bahnhöfe sind heutzutage in erster Linie Verkehrsdrehscheiben zum Ein-, Aus- bzw. Umstieg. Unter anderem dank optimierter Fahrpläne hat dies eine kürzere Verweildauer der Passagiere am Bahnhof zur Folge.“ Man arbeite aber daran, Mieter zu finden.
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