Das AMS Tirol und zahlreiche Partner starteten im Jahr 2023 mit der Arbeitsmarktstrategie 2030. Nun wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen.
In Kooperation von Sozialpartnern, Interessenvertretungen und arbeitsmarktpolitischen Akteuren von insgesamt 27 Institutionen wurde die Arbeitsmarktstrategie Tirol 2030 ins Leben gerufen. Umgesetzt wird sie seit dem Jahr 2023. Im Zuge des zweiten Arbeitsmarktsymposiums des Landes und des AMS Tirol wurde sie jetzt erstmals evaluiert.
Das Ergebnis der Evaluierung: Mehr als 200 Aktivitäten konnten bis dato umgesetzt werden. Unter anderem wurde die Förderlandschaft genau unter die Lupe genommen, neue Unterstützungsangebote für Langzeitarbeitslose geschaffen und bestehende Projekte verbessert bzw. verlängert.
Um den guten Status in Tirol zu halten, braucht es gute Vorgangsweisen und eine gute Vernetzung. Das gibt es bei uns auch.

Sabine Platzer-Werlberger
Bild: AMS/Christian Forcher
Demografischer Wandel, Krise und Sparbudgets belasten
„Tirol steht am Arbeitsmarkt trotz herausfordernder Rahmenbedingungen durchaus stabil da. Die aktuelle Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent ist eine der niedrigsten in Österreich. Und wir verfügen über ein starkes Angebot an Maßnahmen, die helfen, Arbeitslosigkeit kurzzuhalten und den Fachkräftebedarf abzudecken“, zieht Tirols AMS-Chefin Sabine Platzer-Werlberger eine Zwischenbilanz.
Herausforderungen, vor denen man stehe, seien der schnelle technische und demografische Wandel, die multiplen Krisen und Sparbudgets der Politik.
Mit „Onboarding Tirol“ 1200 Personen unterstützt
Dem stimmt auch Österreich-AMS-Vorständin Petra Draxl zu: „Was für Österreich insgesamt gilt, gilt auch für Tirol. Die demografische Entwicklung wird den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck setzen. Bis 2050 wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in Tirol um 11,4 Prozent zurückgehen.“ Die Arbeitsmarktstrategie Tirol verfolgt drei Ziele: Menschen hierzulande in Beschäftigung halten, Arbeitslose – vor allem aus vulnerablen Gruppen – in den Markt zu integrieren sowie Aus- und Weiterbildungen zu unterstützen.
Als eines von vielen Beispielen nennen die Verantwortlichen die Initiative „Onboarding Tirol“, mit der seit 2024 über 1200 Personen unterstützt wurden.
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