Brandsätze
Wieder EU-Botschaft in Teheran angegriffen
Die Demonstranten zündeten auch die französische Flagge an. In Slogans wünschte die aufgebrachte Menge Frankreich sowie den USA, Großbritannien und Israel den Tod.
Das französische Magazin "Charlie Hebdo" hatte am Mittwoch die Karikaturen des Propheten nachgedruckt, die zuerst in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" erschienen waren. Der französische Premierminister Dominique de Villepin hatte am Freitag die Karikaturen als "nicht verantwortungsvoll" verurteilt.
In der marokkanischen Hauptstadt Rabat kam es am Freitag ebenfalls zu Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen. An einer Demonstration nahmen nach Polizeiangaben 25.000, nach Schätzungen von Beobachtern 10.000 Menschen teil. Demonstranten verbrannten eine dänische Flagge.
Auf Spruchbändern forderten sie zum Boykott dänischer Waren auf. Auch mehrere marokkanische Minister, darunter Außenminister Ahmed Tufik, nahem an der Demonstration teil.
In Maastricht gingen 150 Jugendliche nordafrikanischer Abstammung auf die Straße. Aus Protest gegen die Mohammed-Zeichnungen verbrannten sie eine dänische Fahne. In der irischen Hauptstadt Dublin beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 300 Moslems an einem Demonstrationszug, der an der dänischen Botschaft vorbeiführte.
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