Ein Schäfermischling schwebte nach einem Schlangenbiss auf 1700 Metern Seehöhe in Lebensgefahr. Sein Herrl setzte einen Notruf ab, der Polizeihubschrauber stieg zur Rettung auf. Die „Krone“ sprach mit den Besitzern.
Horst und Gabi B. waren am Samstag in ihrer Heimatgemeinde Ebensee mit ihrem Schäfermischling „Sigi“ vom Rinnerkogel in 1700 Meter Höhe zum Wildensee unterwegs. „Plötzlich ist er nicht weitergegangen, wollte einen Fuß nicht mehr belasten und ist umgekippt“, erzählt Horst B., der einen Beinbruch vermutete. Er eilte zur Rinnerhütte und borgte sich eine Hängematte als mögliche Tragehilfe aus.
Pfote stark geschwollen
Doch als er zurückkam, war Sigis Pfote doppelt so dick wie normal, und der Hund rührte sich nicht mehr. „Er hatte drei Bissstellen, die von einer Giftschlange – vermutlich einer Kreuzotter – stammten. Sein Kreislauf war zusammengebrochen, die Schwellung stieg immer weiter“, so B., der wieder zur Hütte eilte, weil er keinen Handyempfang hatte: „Ich hab’ den Notruf gewählt und bin bei der Polizei gelandet, die super hilfsbereit war.“
Hund in Lebensgefahr
Aufgrund der Lebensgefahr, in der „Sigi“ schwebte, wurde die Crew des Polizeihelikopters „Libelle“ losgeschickt. „Wir sind fünf Fußminuten entfernt gelandet, haben den 35 Kilo schweren Hund zu viert zum Helikopter getragen“, erklärt Alpinpolizist Kurt Arnold (43).
Hätten die Besitzer den 35 Kilo schweren Hund hinab ins Tal getragen, wäre ein alpiner Notfall zu befürchten gewesen.

Fligth-Operator Kurt Arnold, Alpinpolizei
Bild: Michael Dietrich
Vierbeiner und „Frauerl“ wurden ins Tal geflogen, „Sigi“ dann zum Tierarzt nach Bad Ischl gebracht, der ihm rettende Medikamente injizierte. Am Abend war der vierbeinige Patient außer Lebensgefahr.
Besitzer glücklich
„Wir sind so froh, dass er überlebt hat. Wir haben ,Sigi‘ seit fünf Jahren. Er wurde aus einem Kerker in Bulgarien gerettet, hatte damals kein Fell mehr und ist uns sehr ans Herz gewachsen“, sagt Gabi B. Am Sonntag nahm der Hund auch wieder Nahrung zu sich: „Gassigehen ist aber noch nicht möglich.“
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