Ein völlig hirnloses und lebensgefährliches Verhalten legte ein Vorarlberger am Samstag bei St. Lorenz in OÖ an den Tag. Nachdem er mehrere Flaschen Bier gekippt hatte, unternahm er drei schwierige Bergtouren. Darunter waren auch zwei Klettersteige – Mahdlgupf und Drachenwand, die er ohne Ausrüstung bezwang. Am Gipfel fiel der schwankende Mann glücklicherweise einem anderen Bergsteiger auf.
Ein 50-jähriger Bergsteiger aus St. Lorenz schlug am Samstag gegen 20.45 Uhr bei der Bergrettung Alarm, da er im Gipfelbereich der Drachenwand auf einen betrunkenen Bergsteiger aufmerksam geworden war.
Laut Schilderung des Anzeigers sei der Mann ohne Verwendung von Ausrüstung über den Klettersteig auf den Gipfel geklettert. Am ausgesetzten Gipfel sei der Mann aber derart herumgestolpert, dass jederzeit ein Unfall befürchtet werden musste, sofern man ihm keine Hilfe zukommen lässt.
Betrunkener nahm Hilfe an
Der 50-Jährige kam dann mit dem 57-jährigen Vorarlberger ins Gespräch, wobei dieser angab, vor der Tour mehrere Biere konsumiert zu haben. Der 57-Jährige nahm in weiterer Folge die Hilfe des anderen an und stieg mit ihm in Richtung der nächstgelegenen Forststraße ab.
Bergretter stiegen auf
Gleichzeitig waren Helfer der Bergrettung Mondsee zum Einsatzort unterwegs. Um 21.30 Uhr konnten sie den Vorarlberger schließlich mit einem Einsatzfahrzeug ins Tal bringen.
Der Betrunkene gab an, dass er bereits um 4 Uhr gestartet sei. Zuerst sei er im Höllengebirge über den Brennerriesensteig zum Dachsteinblick gewandert. Anschließend sei er abgestiegen, um gleich darauf den Mahdlgupf-Klettersteig zu begehen.
Nach diesen beiden Touren war er nach St. Lorenz gefahren und eingekehrt. Dann habe er beschlossen, als dritte Tour auch noch den Drachenwand-Klettersteig anzuhängen. Insgesamt dürfte der Mann an dem Tag mindestens sechs Bier getrunken haben.
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