Ansturm in Graz

Medizin-Test: 2300 Bewerber auf 400 Studienplätze

Steiermark
03.07.2026 15:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Die Grazer Stadthalle wurde am Freitag einmal mehr von der Eventbühne zum größten Prüfungssaal der Steiermark: Mehr als 2000 Bewerber für gerade einmal 406 Studienplätze in Human- und Zahnmedizin an der Med Uni Graz durchliefen den stundenlangen Aufnahmetest.

Die Zahlen sprechen für sich: 2321 großteils junge Menschen, die sich für eine medizinische Karriere interessieren, ließen am Freitag das Aufnahmeverfahren für das Studium in Graz über sich ergehen. Angemeldet hatten sich 2824 Personen, mit einer Antrittsquote von 82,2 Prozent liegt man im langjährigen Schnitt – und knapp über dem Wert für Gesamt-Österreich: 16.880 Personen hatten sich für Wien, Innsbruck, Linz und Graz beworben, 13.248 (78,5 Prozent) traten letztlich an.

82 Prozent Antrittsquote, aber fünf von sechs scheitern
Die Anspannung war groß, denn: Nur jede und jeder Sechste wird das Ziel erreichen, so viel stand schon vor Beginn fest. 406 Plätze sind in Graz zu vergeben – 382 für Human-, 24 für Zahnmedizin. Unterm Strich werden also nur 17,5 Prozent der Erschienenen die frohe Botschaft eines Studienplatzes in Graz erhalten.

Der Stadthallen-Vorplatz wurde Freitagfrüh zur Wartezone, am Vormittag öffneten sich die Türen. ...
Der Stadthallen-Vorplatz wurde Freitagfrüh zur Wartezone, am Vormittag öffneten sich die Türen. Der Test dauerte bis zum Nachmittag.(Bild: Jürgen Fuchs)

Das Kontingent wurde im Vergleich zum Vorjahr zwar um 18 aufgestockt, zugleich stieg aber die Zahl der Angetretenen um knapp 200. Viele Maturantinnen und Maturanten, die es zum ersten Mal probierten, sehen den Test auch buchstäblich als einen solchen an: einen Probelauf, anhand dessen Erfahrungswerte sie sich im nächsten Jahr eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit ausrechnen.

Zahnmediziner mussten Drähte biegen
MedAT-H und MedAT-Z heißen die Verfahren für Human- bzw. Zahnmedizin im Uni-Deutsch. Bis in den Nachmittag galt es am Freitag, Fragen und Aufgaben aus den Bereichen medizinische Basiskenntnis, Textverständnis, kognitive Fähigkeiten und sozial-emotionale Kompetenzen zu meistern. Die angehenden Zahnmediziner mussten dazu noch ihre handwerklichen Fertigkeiten unter Beweis stellen, etwa Drähte biegen und Formel spiegeln.

Auch Rektorin Andrea Kurz schaute vorbei: „Die gestiegene Zahl an Studienwerbern und das große ...
Auch Rektorin Andrea Kurz schaute vorbei: „Die gestiegene Zahl an Studienwerbern und das große Interesse am Medizinstudium unterstreichen die hohe Attraktivität der medizinischen Ausbildung in Graz“, sagt sie zur „Krone“.(Bild: Jürgen Fuchs)

In der Humanmedizin sind 95 Prozent aller Studienplätze für Bewerber aus der EU bzw. drei Viertel für Maturantinnen und Maturanten mit österreichischem Reifezeugnis reserviert. 87 Plätze sind konkret für Aufgaben im öffentlichen Interesse von Bundesländern, Gesundheitskasse, Innen- und Verteidigungsministerium gewidmet.

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