Auf einem Friedhof im Pielachtal mussten schlagartig viele Bäume entfernt werden. Der Bürgermeister meldet sich nun zu Wort und beruhigt die Waldfriedhof-Romantisierer.
Große Aufregung herrschte in der friedlichen Gemeinde Weinburg im Pielachtal, als der schöne Waldfriedhof „kahl geschoren“ wurde. Die Bäume auf den verwachsenen Grabstätten waren aber komplett befallen von Borkenkäfern. „Ein Förster hat festgestellt, dass die Fichten innen schon komplett hohl waren“, klärt Bürgermeister Michael Strasser nun auf.
Schweren Herzens musste ein kleiner Teil des kranken Waldes so schnell wie möglich gerodet werden – sehr zum Leidwesen vieler Weinburger, die die Stille am Friedhof ihrer Angehörigen genossen. „Viele der Fichten sind schon dreißig Jahre alt, und leider nicht so widerstandsfähig“. Es wurde befürchtet, dass ein morscher Baum umfallen könnte und damit eine Gefahr für Besucher darstellte. „Diese Sicherheit mussten wir garantieren, auch wenn es natürlich schade ist“, so Strasser weiter.
Nicht nur Käfer-Befall
Nicht nur der Borkenkäfer war ein Problem, wie der umweltbewusste Bürgermeister der „Krone“ erklärt. Viele herunterfallende Nadeln der toten Fichten fielen direkt auf die Gräber, und erschwerten manchen die Grabpflege. Man kann es eben nie allen recht machen! Grundsätzlich sei die Gemeinde aber sehr naturverbunden. Die Pielach, die durch das Tal fließt, wurde erst vor wenigen Tagen fertig renaturiert. Die Gemeinde spricht außerderm von potenziellen neuen Bäumen, die vielleicht im Herbst am Friedhof schon Wurzeln schlagen könnten.
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