Mehr als ein Jahr nach dem Start des Budgetkonsolidierungsprozesses in Feldkirch ziehen Neos und Grüne eine ernüchternde Zwischenbilanz: Trotz hunderter identifizierter Sparpotenziale fehlen der Opposition weiterhin belastbare Zahlen, konkrete Strukturmaßnahmen und der politische Mut zu weitreichenden Entscheidungen.
Es waren drastische Worte, die der Feldkircher Bürgermeister Manfred Rädler zur Beschreibung der städtischen Finanzen wählte: Ein „Intensivpatient“ sei die Stadtverwaltung. Die Bemühungen, ihm zur Genesung zu verhelfen, sind aus Sicht von Neos und Grünen aber zu wenig, denn mehr als ein Jahr nach dem Start des großangelegten Sparprogramms im Juni 2025 stehe das Projekt noch immer auf der Stelle. Es mangele an Laborergebnissen und vor allem an einem konkreten Behandlungsplan, kritisieren die Vertreter der beiden Oppositionsparteien.
Rund 500 Ansatzpunkte für Sparmaßnahmen
Dabei klangen die ursprünglichen Pläne vielversprechend. Gemeinsam mit der renommierten externen Beratungsagentur BDO wurde ein Budgetkonsolidierungsprozess eingeleitet, um das städtische Budget nachhaltig zu sanieren. Das erklärte Ziel: Bis zum Jahr 2027 sollen jährliche Einsparungen von 15 Millionen Euro erzielt werden, in den Folgejahren sogar stolze 20 Millionen Euro pro Jahr. Eine umfassende Analyse der Berater brachte rund 500 potenzielle Ansatzpunkte für Sparmaßnahmen und Optimierungen hervor.
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