Keine Verschnaufpause für die Einsatzkräfte in Tirol: Nachdem bereits am Sonntag rund 200 Menschen nach Murenabgängen im Kaunertal eingeschlossen waren, sorgten heftige Unwetter am Montagabend erneut für gefährliche Situationen. Im Stanzertal wurde ein Linienbus von einer Schlammlawine erfasst und bis zu 80 Zentimeter hoch mit Wasser und Geröll gefüllt. Vier Menschen mussten aus dem Fahrzeug gerettet werden.
Gegen 20.20 Uhr gingen nach den intensiven Niederschlägen mehrere Muren im Stanzertal ab und verschütteten Straßen im Bereich Schnann und Flirsch. Besonders dramatisch war die Lage auf der Gemeindestraße zwischen den beiden Orten: Dort wurde ein taleinwärts fahrender Linienbus von den Wassermassen und einer Mure überrascht.
Wasser und Schlamm drang in Bus ein
Innerhalb kürzester Zeit stauten sich Wasser, Schlamm und Geröll auf der Fahrbahn. Bis zu 80 Zentimeter hoch drangen die Fluten in den Bus ein. „Der 49-jährige Lenker sowie drei Fahrgäste – ein 31-jähriger Mann, eine 39-jährige Frau und ein 14-Jähriger – saßen im Fahrzeug fest und konnten sich nicht mehr selbst in Sicherheit bringen“, erklärt die Polizei.
Floriani retteten Eingeschlossene
Mehrere Feuerwehren rückten sofort aus und konnten die vier Eingeschlossenen aus dem Bus befreien. Die drei Fahrgäste blieben glücklicherweise unverletzt. Der Busfahrer musste nach der Erstversorgung mit Verletzungen ins Krankenhaus nach Zams gebracht werden.
Straßen verschüttet und gesperrt
Die Muren verlegten unter anderem die B171 sowie die L68. „Während die B171 nach intensiven Räumarbeiten bis 22.20 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, blieben die Gemeindestraße zwischen Schnann und Flirsch sowie die L68 über Nacht gesperrt“, so die Exekutive.
Auch am Dienstag gehen die Aufräumarbeiten weiter. Nach einer neuerlichen Lagebeurteilung soll schweres Räumgerät eingesetzt werden, um die Massen aus Schlamm und Geröll zu beseitigen.
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