Ein Tiroler Autofahrer musste in Innsbruck eine Parkstrafe zahlen, obwohl er ein Ticket gelöst hatte. Der Mann wurde Opfer eines Schildbürgerstreichs – und war wohl nicht der einzige Leidtragende eines Fehlers der Stadt.
Seinen Pkw hatte der Tiroler kürzlich in der Kranewitterstraße 4 geparkt und pflichtbewusst wenige Meter daneben an der Kreuzung mit der Lindenstraße ein Ticket gelöst. Als er zurück zum Wagen kam, fand er zu seinem Erstaunen einen Strafzettel hinter der Windschutzscheibe. Sein Pech: Er hatte das Ticket an einem Parkautomaten gekauft, der für die Zone gegenüber gilt.
Völlig verwirrender Standort
Freilich: Man muss fast das „Studium für Kurzparkzonen in Innsbruck“ abgeschlossen haben, um nicht in diese Automatenfalle der Stadt zu tappen. Denn der Standort des Automaten ließ eigentlich nur den Schluss zu, dass er für die Kranewitterstraße gültig sei.
Gleicher Stundentarif in beiden Zonen
Dies noch dazu, weil für beide Zonen der gleiche Stundentarif gilt. Der einzige Unterschied zwischen den Zonen: In der Kranewitterstraße darf man maximal 180 Minuten parken, in der Zone mit der Amraser Straße länger. Aber der Tiroler hatte ohnehin nur ein Ticket für eine Stunde gelöst.
Man riet mir stattdessen, genauer hinzusehen und mich im Voraus über die Parkzonen zu informieren. Mir geht es nicht um die 25 Euro, sondern ums Prinzip.
Tiroler Opfer der Automatenfalle
Er hoffte auf Kulanz. Die wurde ihm von der zuständigen Magistratsabteilung allerdings verwehrt. „Man riet mir stattdessen, genauer hinzusehen und mich im Voraus über die Parkzonen zu informieren“, kann der Leidtragende die sture Haltung der Stadt nicht fassen. Die 25 Euro für die Strafe waren „futsch“. „Mir geht es nicht um diesen Betrag, sondern ums Prinzip. Bürgernähe sieht ganz anders aus!“
Falsche Pkw-Marke auf dem Strafzettel
Was ihn zudem ärgert: Auf dem Strafzettel wurde eine falsche Pkw-Marke angeführt! Sein Fazit: „Die Stadt darf einen Parkautomaten völlig verwirrend aufstellen und am Organmandat eine falsche Pkw-Marke anführen – ohne Konsequenzen. Als Bürger ist Irren hingegen verboten.“
Stadt hat Fehler inzwischen zumindest indirekt eingestanden
Indirekt hat die Stadt inzwischen ihren Fehler aber wohl eingesehen und ausgestanden. Denn Mitte dieser Woche wurde auf dem Parkautomaten ein amtlicher Zettel angebracht mit dem Hinweis, dass der Automat nicht für die Lindenstraße und Kranewitterstraße gelte. Die Automatenfalle dürfte wohl bei vielen zugeschnappt sein
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