
Noch gilt Österreich als eines der sichersten Länder. Doch die Entwicklung ist bedenklich: Die Gewaltkriminalität ist binnen drei Jahren um fast ein Drittel gestiegen. Zwei Entwicklungen stechen besonders hervor: Immer mehr Kriminelle greifen zum Messer, und die Zahl der Sexualdelikte nimmt erschreckend zu. Natürlich ist das nicht allein auf Asylwerber zurückzuführen, aber sie tragen einen Teil dazu bei. Die Hälfte der Tatverdächtigen sind Ausländer. Gleichzeitig berichten mir ehemalige Kollegen, dass nachts in Wien zu wenige Polizeiinspektionen besetzt sind und manchmal nur ein Drittel der Funkstreifen ausrückt.
Das ist ein Alarmsignal. Umso bedauerlicher, dass das Volksbegehren zu diesem Thema völlig misslungen ist. Die SPÖ-Polizeigewerkschafter haben das Begehren „Polizei – kritischer Personalmangel“ gestartet und der Sache sowie unserer Sicherheit damit einen Bärendienst erwiesen. Mit 40.134 Unterschriften landete es auf dem desaströsen 98. Platz unter 110 bisherigen Volksbegehren. Gemessen daran ist die österreichische Gewerkschaft nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Darunter darf die Sicherheit Österreichs aber nicht leiden. De facto findet unsere Polizei trotz gelockerter Anforderungen – etwa bei Deutschkenntnissen oder Schwimmleistungen – zu wenige qualifizierte Bewerber. Schon während der Ausbildung steigen viele aus, weil der Beruf unattraktiv geworden ist. Das kann uns allen nicht egal sein.
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