Restaurant Seerosi

Neustart am Erlaufsee: Was dieses Power-Paar plant

Steiermark
01.07.2026 07:00

Neue Gastronomie-Ära am Erlaufsee bei Mariazell in der Steiermark: Das ehemalige Seebuffet heißt nun Seerosi und hat neue Pächter. Wie es dazu gekommen ist und was geplant ist.

Gastronomischer Platzhirsch am Erlaufsee bei Mariazell ist das am Seeufer gelegene Restaurant Seerosi (früher: Strandbuffet), ab heuer mit neuen Pächtern. Marlene und Christian Kirchmayer starteten mit 1. Mai die Bootssaison, richtig los ging es dann am Pfingstwochenende. Bald sind auch die Umbauarbeiten beendet. Die Kirchmayers, deren Eltern schon viele Erfahrung als Selbstständige hatten, sind für die kommenden 15 Jahre die Pächter. Namenspatin für das neue Gastro-Unterfangen ist Töchterchen Rosalie, „Rosi“ gerufen.

Mehr als 1000 Gäste an Top-Sommertagen
Neu ist das große Grillbecken mit Steckerlfisch: „Das ist für uns eine tolle Sache, um die Küche zu entlasten“, sagt Christian Kirchmayer. An Top-Sommertagen ist mit 1000 Gästen oder mehr zu rechnen – wichtig, immerhin muss die Pacht für das ganze Jahr gezahlt werden, auch im langen Winterhalbjahr ohne Geschäft.

Der Neubau ist fast abgeschlossen.
Der Neubau ist fast abgeschlossen.(Bild: Peter Bernthaler)

Große Fischzucht in Niederösterreich
Mit Fisch haben die Kirchmayers Erfahrung. Seit 2019 wird am nicht allzu fernen Thorhof im niederösterreichischen Hohenberg Fisch gezüchtet. Mit einer jährlichen Produktionsmenge von 50 bis 100 Tonnen, das entspricht etwa einer Million Fische, wird (Top-)Gastronomie und Hotellerie beliefert. Der Konnex zum Erlaufsee: Die letzten fünf Jahre hatte Vor-Pächterin Sabrina Schrittwieser bereits den Fisch vom Thorhof bezogen. Der Wunsch nach beruflicher Veränderung von Sabrina war es letztlich auch gewesen, der die Kirchmayers sofort über die Option nachdenken ließ.

30 Plätze im Innenbereich, 160 am Strand – dafür braucht es Personal. Sieben Leute werken täglich im Restaurant, drei für die Bootsvermietung – insgesamt umfasst der Pool rund 20 Mitarbeiter. Die Kirchmayers sind „mittlerweile fünf Tage die Woche da. Das ist auch deswegen möglich, weil wir bei der Fischzucht ein wirklich gutes Team haben. Da reicht es, wenn ich in der Früh die Mitarbeiter einteile und auf die Nacht noch eine Runde gehe, ob alles passt“, schildert Christian Kirchmayer.

Gastronomisch setzt man auf lokale Kooperationen. Die Kirchmayers produzieren und vertreiben auch Wild, verfügen über ein rund 120 Hektar großes Revier. Daher soll im Herbst Wildfleisch auf der Karte zu finden sein, im Sommer ist ein  „Wild-Grill“ geplant.

Zeit für Sport muss bleiben
Trotz der vielen und herausfordernden Arbeit muss immer Zeit für Sport bleiben: „Man macht viel Bewegung, verbraucht viele Kalorien, aber es ist sehr einseitig! Damit man gesund und fit bleibt, muss man körperlich schon noch einiges machen: Wir gehen laufen, Rad fahren, ich habe immer viel Gymnastik gemacht und bin Sportschütze“, erzählt Christian Kirchmayer.

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