An der Glan in der Stadt Salzburg soll bei einer Wehranlage ein Kleinkraftwerk entstehen. Der Grund dafür sind die Fische. Denn bis 2027 muss dort eine Aufstiegshilfe errichtet werden. Die Stadt nutzt die Arbeiten gleich aus und investiert viel mehr.
Bis Ende 2027 muss die Stadt Salzburg die Glan, die durch Maxglan und Lehen in die Salzach fließt, für Fische durchgängig gemacht haben. Beim Fißlthalerwehr gibt es für die Tiere aber noch keine Möglichkeit, flussaufwärts- oder auch abwärts zu schwimmen. Deswegen muss dort eine Fischaufstiegshilfe errichtet werden. „Da wird die Aufstiegshilfe sowieso machen müssen, haben wir uns entschlossen, gleich ein Wasserkraftwerk zu bauen“, sagt der Salzburger Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl (KPÖ) und fügt hinzu: „Das spart auf langer Sicht viel Geld.“
Die Fertigstellung könnte im Jahr 2029 sein
1,8 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Amortisieren wird es sich nach Berechnungen in längstens 29 Jahren. Normalerweise benötigt ein Wasserkraftwerk dazu rund 50 Jahre. Der große Profiteur der Anlage soll die Salzburger Berufsfeuerwehr werden. Die sind in Maxglan in unmittelbarer Nähe zu dem Wehr angesiedelt und sollen eine Direktleitung vom künftigen Kraftwerk bekommen.
„Die Hauptwache könnte man somit auch im Krisenfall versorgen“, ist sich Dankl sicher. Die Wache verbraucht jährlich eine Strommenge von etwa 320.000 Kilowattstunden. Das ist ungefähr die Energiemenge, die das Kraftwerk produzieren könnte.
Im Vorfeld wurden mehrere Varianten an der Glan überprüft. Einige Möglichkeiten scheiterten an der Zustimmung von Grundbesitzern, die nicht bereit waren, ihre Flächen zur Verfügung zu stellen. „Am Ende blieb nur noch eine Variante über, und diese wollen wir jetzt umsetzen“, erklärt der Stadtvize. Geht alles gut, könnte die Anlage im Jahr 2029 ihren Betrieb aufnehmen.
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