Gleich mehrere Male mussten die Tiroler Bergretter am Freitag aufgrund unterschiedlicher Einsätze ausrücken. Während eine 25-jährige Wanderin den Weg für ihren Abstieg nicht fand, prallte ein 56-jähriger E-Moped-Lenker gegen einen Baum. Ein Wanderer stürzte in die Sillschlucht und verletzte sich dabei schwer.
Den Anfang machten ein 39-jähriger und ein 56-jähriger Deutscher, die bei einer geführten Elektro-Mopedtour am Achensee unterwegs waren. Das Duo startete kurz vor 18 Uhr nach der Einschulung in Achenkirch und fuhr auf einem Forstweg bergwärts in Richtung Steinberg am Rofan.
Sie bogen daraufhin auf einen steilen Ziehweg ab. Als die Männer ihre Bikes auf einer Grasfläche wenden wollten, drehte sich der Lenker des 56-Jährigen, wodurch dieser den Gashandgriff betätigte und mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum prallte.
„Der 56-Jährige erlitt durch die Kollision schwere Verletzungen im Brustbereich und musste von der verständigten Bergrettung und einem Notarzthubschrauber erstversorgt und schließlich in das Bezirkskrankenhaus Kufstein geflogen werden“, heißt es seitens der Polizei.
Frau fand Weg ins Tal nicht
Auch für eine 25-jährige deutsche Wanderin, die eine Bergtour in Richtung Glungezer unternahm, endete die Tour nicht wie erhofft. Sie war gegen 11 Uhr bei der Talstation der Patscherkofelbahn gestartet und fuhr zunächst bergwärts und wanderte über die Viggarspitze bis zur Sonnenspitze auf etwa 2600 Meter Höhe. Gegen 18.30 Uhr traf sie auf dem Gipfel ein.
„Im Anschluss beabsichtigte die Frau über einen Steig in Richtung Tulfes abzusteigen, musste jedoch gegen 19.30 Uhr einen Notruf absetzen, da sie laut eigenen Angaben keinen Weg für den Abstieg gefunden habe“, berichtet die Polizei. Sie wurde vom Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“ unverletzt geborgen und ins Tal geflogen.
Mann stürzte in Nacht in Sillschlucht
In der Nacht auf Samstag dann ein weiterer Zwischenfall. Gegen 00.25 Uhr war eine Gruppe von mehreren Personen in der Sillschlucht bei Innsbruck unterwegs. Die Gruppe war in Richtung Süden unterwegs und offenbar nicht ortskundig.
Ein 29-jähriger Italiener aus dem Bezirk Innsbruck-Land missachtete dabei offenbar eine Absperrung und stürzte in die Tiefe. Er verletzte sich schwer und musste nach einer aufwendigen Seilbergung in die Innsbrucker Klinik eingeliefert werden. Mehrere Polizeistreifen, die Rettung sowie die Bergrettung Innsbruck standen im Einsatz.
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