Lassen sich Schiedsrichter von vermeintlich starken Mannschaften einschüchtern? Bleibt der VAR bei strittigen Entscheidungen gegen WM-Favoriten eher stumm als bei Underdogs? Diesen Verdacht hegt zumindest Österreichs Teamchef Ralf Rangnick ...
Im Hit gegen Argentinien hatten die ÖFB-Teamspieler in der Entstehung des Treffers zum 1:0 durch Lionel Messi ein Foulspiel an Xaver Schlager reklamiert. Während die Argentinier jubelten, blieb der VAR allerdings stumm – ähnlich wie im Gruppenspiel zwischen Ecuador und Deutschland ...
Denn auch da war dem zwischenzeitlichen 1:0 für unsere Nachbarn eine durchaus strittige Szene vorangegangen. Wenige Sekunden bevor der Ball im Tor zappelte hatte Aleksandar Pavlovic Ecuadors Pedro Vite mit dem Fuß am Kopf getroffen, der Verteidiger ging daraufhin zu Boden.
„Unguter Verdacht“
Doch erneut meldete sich keine Stimme im Headset des Schiedsrichters, der Treffer wurde ohne einer weiteren Gutachtung gegeben. Rangnick will mittlerweile ein Muster entdeckt haben, auf einer Pressekonferenz meinte der 67-Jährige nun: „Im Moment drängt sich der ungute Verdacht auf, dass man sich in solchen Situationen nicht immer traut, gegen die vermeintlich größere Nation die Entscheidung zu treffen – die man eigentlich hätte treffen müssen.“
Rangnick habe im Gruppenverlauf bereits mehrere Spiele gesehen, in denen der Einsatz des Video-Schiedsrichters nicht einheitlich gehandhabt wurde. „Da wünsche ich mir schon, dass die VARs schon ihr Amt ausüben, und zwar unabhängig davon, wer da gerade gegen wen spielt“, hofft der Deutsche auf Besserung.
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