Die Zahl der jungen Straftäter steigt: bei den Zehn- bis 14-Jährigen um 150 Prozent! Immer öfter werden Strafunmündige kriminell. Mögliche Hintergründe verrät LKA-Chef Stefan Pfandler.
Immer öfter werden Kinder und Jugendliche zu Straftätern (siehe Artikel rechts). Eine erschreckende Entwicklung, die von der aktuellen Kriminal- statistik untermauert wird: So hat sich die Zahl der Tatverdächtigen im Alter von zehn bis 14 Jahren in den vergangenen zehn Jahren um 150 Prozent gesteigert. Im Vorjahr wurden 1402 Jugendliche registriert. Bei den Unter-Zehnjährigen stieg die Zahl zum Vorjahr um 30 Prozent an. Zu den häufigsten Delikten zählen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Diebstahl und gefährliche Drohung.
Mögliche Sanktionen für künftige Straftäter
Sorgen bereitet diese Entwicklung auch der Exekutive: „Die Vorfälle steigen deutlich an, vor allem bei den Strafunmündigen. Diese werden etwa von Älteren als ,Täter‘ missbraucht, um ungeschoren davonzukommen“, nennt Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamtes, mögliche Hintergründe. Auch fehlende Konsequenzen könnten eine Ursache sein. An möglichen Sanktionen wird in Wien getüftelt, wo jugendliche „Systemsprenger“ unter Aufsicht gestellt werden könnten. Auch eine Senkung des Strafalters wäre möglich. „Es braucht einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz“, so Pfandler. Auch für Polizeichef Franz Popp ist die Bekämpfung der Kinder- und Jugendkriminalität ein wichtiges Thema der Zukunft.
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