„Wirtschaftlich attraktiv“ seien die Ergebnisse erster Bohrlochtests der Gasexplorationsfirma ADX bei Frankenmarkt. Chef Ian Tchacos interpretierte die Werte als „vielversprechend“, nicht nur alleine aufgrund der derzeit hohen Gaspreise. Weitere Tests sollen aber noch folgen.
Die Bohrung „HOCH-1“ in der Gemeinde Frankenmarkt liefert hochwertiges Erdgas in einer wirtschaftlich attraktiven Förderrate, wie das österreichisch-australische Explorationsunternehmen ADX mitteilte. Die ersten Bohrlochtests in der oberen Hall-Formation (in 1465 Metern Tiefe) hätten einen Zufluss von 2,7 Millionen Kubikfuß Erdgas pro Tag bei einem Fließdruck von 65 bar ergeben.
Hohe Nachfrage
ADX-Chairman Ian Tchacos interpretiert die Ergebnisse aus dem ersten getesteten Sandsteinintervall des Gasvorkommens Hochfeld als „vielversprechend“. Die Förderrate dieses Reservoirs allein sei angesichts der aktuellen europäischen Gaspreise und der steigenden Nachfrage nach lokalem, sauberem Methan-Gas „wirtschaftlich attraktiv“.
„Vielversprechend“
Die Bohrung wurde sodann für die dreiwöchige Druckaufbaumessung eingeschlossen, um mit diesen Daten in weiterer Folge die Gasreserven zu ermitteln. Die Förderrate und der Förderdruck seien jedenfalls sehr vielversprechend und würden auf einen guten Zufluss des Reservoirs hindeuten, so Tchacos.
Bohrlochtests in zwei Phasen
Die Bohrung HOCH-1 habe bis zu acht dünne Sandsteinintervalle in 1465 bis 1617 Metern Tiefe angetroffen, die sich als „wirtschaftlich rentable Gasvorkommen“ herausstellen könnten.
Großes Potenzial
HOCH-1 ist das erste von drei relativ seichten Erdgas-Prospekten in Oberösterreich, für die alle montan- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen vorliegen. Die Bohrung hat am 16. April begonnen und erreichte am 9. Mai eine Tiefe von 1.685 Metern. Sie zielt auf Gaslagerstätten in geringen Tiefen ab. Das Prospektionsgebiet weist ein mittleres Ressourcenpotenzial von 226 Mio. Kubikmeter Erdgas und ein mögliches Potenzial von knapp 500 Mio. Kubikmetern auf.
Rechtsstreit im Gange
Der Rechtsstreit um die Bohrung in Molln, die aufgrund ihrer Nähe zum Nationalpark Kalkalpen umstritten ist, ist immer noch im Gange – eine finale Entscheidung, ob die Bohrung rechtens war, steht aus.
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