Russland-Sanktionen

775 Mio. Euro Schaden für Österreich befürchtet

Wirtschaft
09.09.2014 18:38
Die EU-Russland-Sanktionen sowie entsprechende Gegenmaßnahmen Moskaus könnten Österreich einen volkswirtschaftlichen Schaden von 775 Millionen Euro bescheren, was der Gefährdung von 11.000 Jobs entspreche, erklärt Wifo-Experte Oliver Fritz in einem Zeitungsinterview.

Angenommen habe man, dass die Russlandexporte um ein Fünftel zurückgehen, so Fritz im "Standard". Nicht eingerechnet seien indirekte Auswirkungen des Embargos auf Zulieferungen beispielsweise via Deutschland für den Export nach Russland bestimmter Waren. Auch die Konsequenzen an den Finanzmärkten und für den österreichischen Tourismus habe man nicht analysiert.

Dennoch ist Fritz überzeugt, dass der volkswirtschaftliche Effekt der Ukraine-Krise "im Promillebereich" liege. Bei einem Ausfuhrvolumen von 3,3 Milliarden Euro sind die chemische Industrie und der Maschinenbau die größten Exporteure. Dahinter rangieren Fahrzeugbau und Nahrungsmittelindustrie.

Beratungen zu Folgen der Russland-Sanktionen
Am Mittwoch beraten in Wien die Spitzen der Sozialpartner und der Regierung im Bundeskanzleramt die Folgen der Russland-Sanktionen auf die heimische Wirtschaft. Wie die "Krone" bereits am Montag erfuhr, sollen sämtliche Strategien, die bereits in der akuten Phase der Wirtschaftskrise angewandt wurden, nun auch wieder zum Tragen kommen (siehe Infobox). So etwa die Kurzarbeit für besonders betroffene Branchen, die enge Export- Verbindungen zu Russland haben. Dazu zählen vor allem Maschinen- und Anlagenbauer, Hersteller chemischer Produkte sowie von Arzneimitteln.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
09.09.2014 18:38
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung