Jene Gemeindewohnungen in Wiener Neustadt, deren Verkauf massiv kritisiert wurde, bekommen noch im Sommer neue Eigentümer. Wen und zu welchem Preis wird noch nicht verraten.
Die Neuordnung der Wiener Neustädter Gemeindewohnungen biegt auf die Zielgerade ein. Von den insgesamt 2256 Wohnungen werden 1646 verkauft, rund ein Viertel davon bleiben im Besitz der Stadt. Über den Kaufpreis und über die zukünftigen Eigentümer herrscht derzeit noch striktes Stillschweigen.
Kurz zur Vorgeschichte: Im November 2025 gab Bürgermeister Klaus Schneeberger bekannt, einen Teil der Gemeindewohnungen verkaufen zu wollen. Grund: „Investitionen in den Gemeindebau aus dem Stadtbudget sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage derzeit nur eingeschränkt möglich“. SPÖ, FPÖ und Grüne betonten damals, dem Verkauf nicht zugestimmt zu haben. Trotzdem führten vier Stimmen in einer geheimen Abstimmung dann doch zu einem Mehrheitsbeschluss.
„Ziel des Projekts ist es, Investitionen in die Wohnhäuser zu ermöglichen und den sozialen Wohnbau langfristig zu sichern“, betont Schneeberger. Die Vertragsabschlüsse sollen im Sommer erfolgen. Im Herbst will die Stadt die Ergebnisse des Projekts präsentieren.
Mieter fürchten noch immer Mieterhöhungen
Hannes Winkler, Sprecher der vom Verkauf betroffenen Robert-Stolz Siedlung, dazu: „Vor allem ältere Personen sind nach wie vor nervös und fragen immer wieder: Müssen wir dann mehr bezahlen? Steigen die Betriebskosten? Oder müssen wir vielleicht ganz ausziehen?“
Für die Mieter ändert sich laut Stadt vorerst nichts. Sie werden mit einem Schreiben über die Verkaufsfortschritte informiert. „Die bestehenden Mietverträge bleiben bestehen“, wird dabei weiterhin betont.
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