Über 60 (!) Torschüsse hat die Türkei in den ersten beiden WM-Spielen abgegeben. Den Weg ins Tor fand der Ball kein einziges Mal. Weswegen schon noch vor Ende der Vorrunde klar ist: Die Türken fliegen.
Merih Demiral konnte seinen Tränen kaum noch verbergen. Der Abwehrrecke der Türken sank zu Boden, verstand die Welt nicht mehr. Dabei war das Spiel noch nicht einmal aus. Er hatte „nur“ soeben in der Nachspielzweit im WM-Spiel gegen Paraguay um Haaresbreite neben das Tor geköpfelt. Es wäre der Treffer gewesen, der das 1:1, den Ausgleich, bedeutet hätte und damit sein Land zumindest noch irgendwie im Turnier gehalten hätte.
Über 30 Abschlüsse
Es war symptomatisch für das Spiel, ja den kompletten bisherigen WM-Auftritt der Türkei. Ab dem Ende der ersten Halbzeit agierte die Türkei in Überzahl, weil Paraguays Miguel Almiron der „Hand vor den Mund“-Regel folgend Rot gesehen hatte. Was machte die Türkei draus? Viel Druck, permanentes Anpressen, Schüsse, Flanken in den 16er, Kopfbälle, alles mögliche – nur kein Tor. Wieder brachten es die Türken auf über 30 Abschlüsse – in einem Spiel. Genauso war es im ersten Spiel gegen Australien (0:2) gewesen. Ergab in Summe über 60 Abschlüsse, aber kein einziges Tor.
Es ist die erste große Sensation dieser WM. Das fixe Aus nach zwei (!) Spielen hätten der Türkei wohl die wenigsten Experten zugetraut. Aber wer aus 60 Torabschlüssen kein Tor macht, hat‘s auch wirklich schwer ...
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