Landauf, landab feiern in der Nacht auf Sonntag wieder viele die kürzeste Nacht des Jahres. Zur Sonnenwende sollen ganz nach einem uralten Brauch auch Tirols Berge glühen. Doch zur Vorfreude mischen sich Sorgen.
Strahlender Sonnenschein dürfte die Bergfeuer-Enthusiasten am Samstagvormittag erfreuen. In vielen Teilen Österreichs laufen letzte Vorbereitungen.
GeoSphere Austria spricht aber von nachfolgenden Quellwolken und Gewittern, die in der schwülen Luft auch heftig ausfallen können.
„Wir treffen uns am Samstag um 8 Uhr Früh und müssen dann entscheiden“, erklärte Benjamin Ostermann, Obmann des Vereins Bergfeuer Ehrwald. Einerseits geht Sicherheit zwar vor, andererseits haben wohl viele der rund 10.000 Zuseher, darunter viele eigens anreisende Gäste, den Termin fix vorgemerkt. Erstmals wurde sogar ein Verkehrskonzept mit Einbahnlösungen entwickelt, um das Chaos in Grenzen zu halten. Ersatztermin in Ehrwald ist der 27. Juni.
Hunderte Feuerstellen an Nordkette geplant
Die Gewittergefahr hat man auch beim Sonnwendring in Innsbruck im Auge. „Die Seilbahn ist offen und auf Hafelekar und Seegrube gibt es Unterschlupf“, nennt Vereins-Schriftführer Manfred Egger einen großen Vorteil. Rund 700 Feuerstellen aus etwa 2000 „Golden Flames“ (umweltfreundliche und eingewachste Holzwollbündel) stehen bereit. Einen Ersatztermin gibt es nicht.
Das Land rät angesichts von Hitze und erneuter Trockenheit zur Vorsicht!
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