Nach den Preissteigerungen der vergangenen Monate ist Haushaltsenergie in Österreich im Mai wieder spürbar günstiger geworden. Der Energiepreisindex (EPI) sank laut der Österreichischen Energieagentur im Monatsabstand um 2,2 Prozent.
Verantwortlich dafür waren insbesondere Preisrückgänge bei Heizöl und Diesel. Im Jahresvergleich blieb Energie mit einem Plus von 9,8 Prozent jedoch weiterhin ein wesentlicher Inflationstreiber.
Vor allem bei mineralölbasierten Energieträgern zeigte sich laut Energieagentur im Mai eine Entspannung. Heizöl verbilligte sich im Vergleich zum April um 9,5 Prozent, Dieseltreibstoff kostete um 7,2 Prozent weniger. Superbenzin verteuerte sich hingegen um 2,3 Prozent. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres lagen die Preise in diesem Segment aber weiterhin viel höher: Heizöl kostete um 53,7 Prozent mehr, Diesel um 30,7 Prozent und Superbenzin um 21,3 Prozent.
Strom billiger als vor einem Jahr, Pellets viel teurer
Die Strompreise für Haushalte sanken im Mai gegenüber April um 0,7 Prozent und lagen damit um 10,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Preisdämpfend wirkten hier die für die Jahreszeit typische hohe Einspeisung aus Photovoltaik und Wasserkraft sowie reduzierte Abgaben. Gas und Fernwärme wurden im Monatsabstand mit minus 0,2 beziehungsweise minus 0,1 Prozent nur minimal günstiger. Feste Brennstoffe verteuerten sich gegenüber April hingegen leicht, wobei Brennholz um 0,6 Prozent und Holzpellets um 1,3 Prozent zulegten. Im Jahresvergleich kosteten Pellets um 30,6 Prozent mehr.
Weitere Preisrückgänge erwartet
Für die kommenden Monate zeichnen sich weitere Preisrückgänge ab. Die jüngsten Entwicklungen rund um das US-Iran-Abkommen und eine schrittweise Wiederöffnung der Straße von Hormuz seien in den Mai-Zahlen noch nicht berücksichtigt, erklärte Lukas Zwieb, Energieexperte der Energieagentur. Entsprechende Meldungen würden jedoch bereits jetzt zu deutlichen Preisrückgängen an den internationalen Rohölmärkten und heimischen Tankstellen führen. Sollte die Einigung Bestand haben und die Versorgung mit Rohöl und Flüssiggas wieder anlaufen, dürfte sich der Preisdruck für heimische Haushaltskunden weiter verringern.
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