Gleinstätten, Bad Radkersburg, Murau und Hart bei Graz bekommen noch bis Jahresende neue Primärversorgungszentren. 2030 soll es in der Steiermark 40 solcher Zentren geben. Der Gesundheitsfonds Steiermark freut sich über die Vorreiterrolle und zog am Donnerstag eine Bilanz über die vergangenen 20 Jahre.
Hausarzt, Pflegekraft, Physiotherapie und andere Gesundheitsberufe gebündelt an einem Ort: Das Konzept Primärversorgungszentrum erfreut sich in Österreich seit Jahren großer Beliebtheit. Die Steiermark ist in dem Bereich Vorreiter, mehr Angebote gibt es nur in Wien: 26 solcher Zentren gibt es aktuell, zwei davon sind speziell für Kinder. Bis Jahresende kommen in Gleinstätten, Bad Radkersburg, Murau und Hart bei Graz insgesamt vier Standorte dazu, Anfang 2027 dürfte jenes in Bruck an der Mur eröffnen.
„Das ist wirklich eine Erfolgsgeschichte“, sagt Gernot Leipold, Geschäftsführer des Gesundheitsfonds Steiermark. Man arbeitet dafür mit vielen Playern zusammen. „Zwölf dieser PVE werden von konfessionellen Trägern betrieben, 14 als Gemeinschaftspraxen von Ärzten.“
Aufholbedarf bei 1450
Der Gesundheitsfonds zog am Donnerstag nicht nur Bilanz darüber, sondern auch über sein 20-jähriges Bestehen. Mit 48 Mitarbeitern verwaltet man im Auftrag des Landes Steiermark ein Budget von 2,7 Milliarden Euro, das in so gut wie jedem Bereich der Gesundheitsversorgung wirkt. „Die Aufgabe ist die Planung, Steuerung und Finanzierung des Gesundheitswesens“, sagt Geschäftsführer Michael Koren.
So ist der Fonds auch für die Organisation des Gesundheitstelefons 1450 zuständig, bei dem 97.000 Steirer im Jahr anrufen – nicht genug, um einen echten Lenkungseffekt zu erzielen, kritisieren Experten immer wieder. „Diese Zahl ohne Ende zu steigern, ist das Ziel“, sagt Koren. Wien sei auch hierbei ein gutes Beispiel: Dort könne man über 1450 Geburts- und Arzttermine buchen. „Allerdings hoffen wir, dass es auf Bundesebene Initiativen geben wird – wenn nicht, werden wir in der Steiermark welche starten.“
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