Bis zu 700 Euro

„Mozartverkäufern“ drohen jetzt hohe Strafen

Wien
18.06.2026 15:00

Nach massiven Beschwerden und wiederholter Missachtungen zog die Stadt Anfang Mai Konsequenzen gegen die lästigen „Mozartverkäufer“ in der City. Strenge Kontrollen sollen die aufdringlichen Ticketkeiler aus der Innenstadt jetzt endgültig vertreiben.

Bereit seit 8. Mai 2026 gilt ein Verbot für die sogenannten „Mozartverkäufer“ an zentralen Plätzen in der Innenstadt – nach massiven Beschwerden und vermehrten Verstößen. Mit Ende Juni laufen jetzt auch die letzten Bewilligungen für die kostümierten und lästigen Ticketverkäufer im Gebiet in der City endgültig aus. Das Verbot gilt konkret am Stephansplatz, Kärntner Straße, Herbert-von-Karajan-Platz (vor der Oper) und Graben.

Trotz regelmäßiger Kontrollen waren in der City immer wieder kostümierte und aufdringliche ...
Trotz regelmäßiger Kontrollen waren in der City immer wieder kostümierte und aufdringliche Ticketverkäufer ohne Genehmigungen anzutreffen.(Bild: Peter Tomschi)

Donnerstagmittag kündigte Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) mitten am Stephansplatz jetzt eine neue „Aktion scharf“ an. Unterstützung gab es dabei von City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP), Dompfarre Toni Faber und Staatsoperndirektor Bogdan Roščić und Wien Tourismus-Chef Norbert Kettner. Wird ab 1. Juli ein illegaler Verkäufer von der Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt erwischt, wird es richtig teuer. Ziel sei es laut Stadträtin Sima, „den öffentlichen Raum vor zunehmender Kommerzialisierung zu schützen und die Aufenthaltsqualität für die Menschen zu heben, zumal die Örtlichkeiten in der Inneren Stadt ohnehin beengt sind.“

2025 wurden an 26 Aktionstagen insgesamt 303 Ticketverkäufer im ersten Bezirk überprüft. Dabei wurden laut Walter Hillerer, Chef der Gruppe Sofortmaßnahmen, insgesamt 136 Verstöße festgestellt. 2026 wurden bis Mitte Mai an 9 Aktionstagen insgesamt 75 Ticketverkäufer in der Inneren Stadt überprüft und 34 Verstöße festgestellt.

Denn es muss nicht nur die Monatsgebühr für den Standplatz von 350 Euro nachgezahlt werden, es folgt auch eine Strafe in der Höhe der Gebühr – macht also insgesamt 700 Euro für eine Anzeige!

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