Die Stadt Wien reagiert auf die zunehmenden Beschwerden und Verstöße. Die als Mozart verkleideten Tickethändler werden von den überfüllten Plätzen der Innenstadt verbannt. Im Mai soll das Verbot in Kraft treten.
Sie stehen gerne vor dem Stephansdom, am Graben oder bei der Staatsoper: Die in Mozartkostümen gehüllten Kartenverkäufer sind manchmal einfach nur Farbtupfer vor grauem Stein, manchmal aber auch aufdringlich und aggressiv.
Laut Stadt Wien haben sich die Beschwerden über die gewerblichen Keiler deutlich erhöht. Opernbesucher würden sich belästigt fühlen.
Fast 300 Verstöße bei 579 Kontrollen
Allein 2024 wurden bei 579 überprüften Ticketverkäufern 299 Verstöße festgestellt, heißt es. Etwa konnten die Kostümierten keine Genehmigung vorlegen, um Passanten eine Konzertkarte aufzudrängen.
Die Innenstadt ist sehr beengt. Wir wollen Belästigungen aller Art abstellen. Daher möchten wir den Ticketverkauf in bestimmten Zonen untersagen.

Planungsstadträtin Ulli Sima
Bild: Martin A. Jöchl
Das Problem besteht seit Längerem. Vor fünf Jahren schränkte die Gemeinde die Verkaufstätigkeit bereits auf wenige Plätze ein. Hat etwas gebracht, aber nicht genug. Jetzt geht man einen Schritt weiter. Auf dem Stephansplatz, in der Kärntner Straße, am Herbert-von-Karajan-Platz sowie am Graben kommt es zu einem Platzverbot.
Zonierungsverordnung wird verschärft
„Der öffentliche Raum in der Innenstadt ist ohnehin schon sehr beengt, die Besucherzahlen steigen. Daher möchten wir Belästigungen aller Art abstellen“, erklärt Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
Rechtlich geht das über die bereits bestehende Zonierungsverordnung. Konkret wird der Text nachgebessert und verschärft. Ein Entwurf liegt jetzt vor. Im Zuge der vierwöchigen Begutachtungsfrist können noch Stellungnahmen abgegeben werden. Sima geht davon aus, dass die Verordnung mit Anfang Mai in Kraft tritt.
Spannend wird sein, wie die Mozartverkäufer darauf reagieren. Werden sie sich andere Plätze suchen, damit sie nicht ganz ihr Geschäft verlieren?
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.